Stellen Sie sich vor, eine professionelle Organisatorin verbringt ihre Quarantänetage damit, Dosen abzustauben oder Stifte farblich zu sortieren – weit gefehlt. Tracy McCubbins Routine ist realistischer. Statt alles perfekt zu organisieren – ein Druck, den in einer Pandemie niemand braucht, nicht mal Profis –, nutzt sie die Zeit, um zu reflektieren, wie ihr Zuhause ihr wirklich dient.
Warum jetzt der ideale Moment ist, Ihr Zuhause genauer zu betrachten
Für viele erfüllt das Zuhause derzeit multiple Rollen: Es ist Schlaf-, Arbeits-, Koch-, Ess-, Sport- und Erholungsort. So lernen wir es intensiv kennen, und kleine Stolpersteine wie nicht passende Deckel oder Küchentücher zu weit vom Herd werden spürbar.
„Ich bin mehr zu Hause als je zuvor und entdecke, wo es funktioniert und wo nicht – das ist hochinteressant“, erklärt McCubbins gegenüber mbg. Sie erstellt eine Bestandsaufnahme mit einfachen Verbesserungen, wie einer umgestellten Garderobe oder neuen Büromaterialien, und notiert sie auf einer To-do-Liste für später.
„Nehmen Sie nicht alle Projekte auf einmal in Angriff“, rät McCubbins. „Wir sind gestresst und weniger fokussiert, als wir glauben. Drei Projekte gleichzeitig? Das endet im Chaos.“ Nutzen Sie die Liste als Leitfaden und erledigen Sie Aufgaben schrittweise in Ihrem Tempo. Alles muss nicht vor Lockerung der Regeln fertig sein.
Dieser Ansatz spart Stress und ist langfristig effizient: Viele Spendenstellen sind zu, ein Entrümpel-Stapel würde ewig herumstehen. Zudem können wir nicht spontan einkaufen.
Haben Sie Zeit, Energie und Lust? Gehen Sie mehrere Punkte an! McCubbins kennt Klienten, die täglich Minuten investieren oder einen Tag blocken – beides klappt. Auf Instagram teilt sie tägliche Tipps (heute: Kühlschrank und Gefrierschrank!).
Persönlich sortiert sie alte Fotos nach Jahrzehnten für zukünftige Alben – flexibel getimt.
„Viele sagen: ‚Zeitmangel ist keine Ausrede mehr.‘ Ich widerspreche“, betont McCubbins. „Bei Homeschooling, Homeoffice und Kochen bleibt wenig übrig. Vermeiden Sie den Produktivitätsdruck – beobachten Sie einfach achtsam.“
Zu bemerken, wie Ihr Zuhause besser unterstützen kann, zahlt sich aus, wenn wir wieder rausdürfen. „Ihr Zuhause stützt Sie in der Welt“, sagt McCubbins – ein System, auf das wir uns jetzt mehr als je verlassen.