Saatgut sparen – der Schlüssel zu nachhaltigem Leben
Viele erinnern sich noch an Hobbys wie das Sammeln von Murmeln oder Briefmarken. Doch Saatgut sparen, eine Praxis unserer Großeltern, erlebt als Hobby einen Revival bei jungen Stadtbewohnern. Mit dem Boom von Urban Farming, Balkongärten und urbaner Gartengestaltung wird Selbstversorgung in Metropolen immer populärer.
Was ist Saatgutsparen?Der Wunsch nach Bio-Lebensmitteln motiviert viele, selbst anzubauen. Nandini Diesh, Unternehmensanwältin und Betreiberin einer Genossenschaftsfarm in Noida, erklärt: „Saatgut ist der größte Reichtum eines Landwirts. Als städtischer Gärtner sparen wir es nicht nur aus Ernten, sondern auch zu Hause.“ Der Lockdown war für Divya Roy, eine leidenschaftliche Köchin und Studentin, hochproduktiv: „Saatgut aus eigenen Bio-Pflanzen zu sparen und zu teilen fördert Nachhaltigkeit. Die Freude, Samen von eigenen Tomatenpflanzen neu zu säen, ist unübertroffen. Bald folgen Basilikum und Koriander.“
Im Kontext von Atmanirbhar Bharat – selbstversorgt Indien – passt das perfekt. „Saatgut symbolisiert Unabhängigkeit und Ernährungssicherheit“, betont Dr. Shalini Bhutani, nationale Beraterin bei der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO).
"Saatgutsparen macht Spaß", sagt Poornima Savargaonkar, Gartendesignerin aus DelhiPoornima Savargaonkar aus Delhi ergänzt: „Samen aus eigenen Pflanzen zu retten ist ideal für Ältere und eine spaßige Lektion für Kinder.“ Sie fördert den Austausch: „Ich tausche gerettete Samen mit Gleichgesinnten.“ Traditionelles Sparen mündet heute in Saatgutbanken und -bibliotheken. Dieses Hobby könnte eine zukunftsweisende nachhaltige Praxis werden.
Eine Anleitung für Anfänger zum Speichern von Saatgut- Shivika.Manchanda@timesgroup.com