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Kenianisches Startup Sprout Organic: Küchenabfälle als Dünger für boomende Stadtlandwirtschaft in der Corona-Krise

Kenianisches Startup Sprout Organic: Küchenabfälle als Dünger für boomende Stadtlandwirtschaft in der Corona-KriseKenianisches Recycling-Unternehmen Sprout Organic verarbeitet Küchenabfälle zu hochwertigem Dünger und treibt so die städtische Landwirtschaft in Nairobi voran – besonders in der Corona-Krise.
Es ermöglichte ihm, auf seinem kleinen Grundstück in Nairobi mit dem Anbau von Kräutern und Gemüse zu starten.

Das lokale Unternehmen Sprout Organic vermengt Tierknochenmehl, Samen, Laub, trockene Blätter, Zweige und Küchenabfälle wie Bananenschalen zu einem nährstoffreichen Substrat. Dieses wird an städtische Landwirte wie Wachira verkauft, die damit Lebensmittel auf engstem Raum produzieren.

Der 71-jährige Wachira verdiente zuvor mit der Vermietung winziger Blechhütten. Die Coronavirus-Pandemie stoppte die Mieteinnahmen. Heute verkauft er Ernteerträge wie Grünkohl, Spinat und Kräuter und erzielt nach eigenen Angaben rund 1.000 Schilling (9,23 US-Dollar). „Damit verdienen wir gutes Geld“, betont er.
Ted Gachanga, Agronom und Miteigentümer von Sprout, vergleicht ihr Produkt mit schwarzem Baumwolldünger. Normalerweise reifen Würmer die Mischung in vier Wochen. Ein 20-kg-Sack kostet 3.500 Schilling. Gachanga berichtet von einem Nachfragesprung um 10 % in der Pandemie: „Einkommen sanken, Lieferketten brachen ein – die Leute erkennen den Wert des Eigenanbaus.“

Offizielle Daten melden fast 15.000 COVID-19-Fälle in Kenia seit Mitte März. Das Wirtschaftswachstum bremst, Sektoren wie Tourismus verlieren Jobs massiv.

Sprout beschäftigt drei Mitarbeiter. Die Eigentümer haben die Formel für den Verbundstoff patentiert – eine bewährte Technologie, lokal optimiert. Expansion über Nairobi hinaus geplant.

„Jeder kann urbaner Farmer sein“, fasst Mitinhaber Michael Kanywiria zusammen. (1 $ = 108,3000 Kenia-Schilling)