Verwandeln Sie „tote“ Zonen im Garten mit Farnen in märchenhafte Elemente, empfiehlt Gärtnerin Adrienne Wild
Üppiges, farniges Laub bringt pflegeleichte Pracht in schattige Bereiche. In Massen gepflanzt, verwandeln Farne tristen Winkel in ein grünes, ruhiges Paradies – ideal zum Entspannen und Erholen vom Alltag.
Das Gärtnern mit Farnen erlebte im viktorianischen Zeitalter seinen Höhepunkt. Abenteuerlustige Gärtner nutzten ihren rustikalen Charme, um schattige Waldflecken unter Bäumen oder Sträuchern nachzuahmen.
Stumperies waren der Renner: Wie alpine Steingärten, aber mit Baumstämmen bestückt und mit exotischen Farnen bepflanzt. In großen Gärten kombiniert mit Felsen und Wasser, spiegeln sie die raue britische Natur wider.
Alle Formen und Größen
Farne überzeugen durch Vielfalt an Texturen, Farben, Größen und Formen. Besuchen Sie im Sommer einen spezialisierten Züchter, um ihre Pracht live zu erleben.
Neben einheimischen Arten für verwilderte Schattenecken eignen sich hochgewachsene Baumfarne als Solitärpflanzen. Sie schaffen an geschützten Plätzen eine exotische Atmosphäre – fern von durstigen Rasenkanten.
Formschön und strukturiert
Shuttlecock-Farne (Matteuccia struthiopteris) und Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium) passen perfekt zu modernen Gärten. Gepflanzt in geometrischen Blöcken oder mit spitzenwedeligen Farnen kombiniert, ersetzen sie Rasen und Grenzen mit einem strukturierten Grünteppich.
Wandnahe Pflanzen
Der Frauenhaarfarn (Adiantum cuneatum) quetscht sich ideal in Trockenmauern und schafft in modernen Gärten wandnahe Kunstwerke.
Winterharte Evergreens
Polystichum-Arten wecken Winterinteresse: Frostverkrustete Wedel glänzen in der Sonne oder erzeugen neblige Umrisse – pure Magie.
Pflanzenkombinationen
Frühlingsblüher wie Buschwindröschen (Anemone nemorosa), Schneeglöckchen, Alpenveilchen und Nieswurz ergänzen die entrollenden Wedel perfekt. Im Sommer passen Lilien und Schwertlilien – mit viel Platz für ihre Formen.
Am Teichrand weckt der Königsfarn (Osmunda regalis) mit Ligularien und Funkien Interesse in feuchten Zonen.
Pflanzung und Pflege
Farne gedeihen im gesprenkelten Schatten oder mit Morgensonne. Sie lieben leicht saure, organisch reiche Böden, die Feuchtigkeit speichern – bei guter Drainage.
Asplenien (z. B. Crispum- oder Cristatum-Gruppen mit gekräuselten Wedeln) und der weiche Schildfarn (Polystichum setiferum) mit krakententakelartigen, moosgrünen Wedeln bevorzugen kalkhaltige Böden.
Dryopteris toleriert trockenen Schatten hervorragend, ideal für steinige Flächen. Die einheimische Dryopteris filix-mas überlebt tiefsten Schatten, wo andere Pflanzen scheitern.
Farne brauchen wenig Pflege: Entfernen Sie im Spätherbst vergilbende Wedel, bei Evergreen-Sorten im späten Winter/frühen Frühling alte, um Neuwuchs Platz zu machen.
Eintopfen
Ohne Garten? Farne wachsen super in Töpfen an kühlen, schattigen Plätzen.
Wählen Sie Arten mit farbigen Wedeln: Japanischen Marienfarn (Athyrium niponicum) silbrig-grau oder Schildfarn (Dryopteris erythrosora) kupferrot im Frühling, später dunkelgrün.
Gute Idee
Tropische Farne eignen sich als Zimmer- oder Wintergartenpflanzen bei 10–15 °C. Zierliche wie Frauenhaarfarn (Adiantum raddianum microphylla) perfekt für Terrarien und Flaschengärten.