Sie müssen nicht auf dem Land oder in einem Häuschen leben, um einen Bauerngarten erfolgreich anzubauen – er funktioniert genauso gut in einem kleinen städtischen Hinterhof wie in ländlicher Idylle, betont die Gartenspezialistin Adrienne Wild.
Das Bild eines romantischen Bauerngartens wirkt wild und ungezähmt: Ausgebeulte Rabatten quellen über Wege, gefüllt mit einem fröhlichen Durcheinander altertümlicher Blumen, dazwischen Obststräucher, Gemüse und Kräuter.
Vielfältige Auswahl
Es ist einfacher als gedacht, diesen Traum zu verwirklichen – besonders mit einer Leidenschaft für Pflanzen. Jeder Garten sollte von Frühling bis Herbst faszinieren, doch Bauerngärten erreichen im Hochsommer ihren Höhepunkt.
Moderne Trends favorisieren Farbschemata wie Rosa-Weiß oder Blau-Gelb. Für ein volles Spektrum wählen Sie weiche Pastelltöne.
Für einen stilvollen modernen Bauerngarten sind Rosen neben Sträuchern wie Flieder, Lavendel und Glyzinien unschlagbar, ergänzt durch winterharte Geranien und Rittersporn.
Ein Landhausbeet wird zur idealen Schnittblumenquelle. Säen Sie winterharte Einjährige wie Ringelblume, Nigella (Liebe im Nebel), Rittersporn, Wicken und Kalifornischen Mohn aus – regelmäßiges Schneiden fördert die Nachwuchsblüte neben zuverlässigen Stauden.
Erziehen Sie Wicken zu Wigwams für markante Akzente am Beet Rand. Sie ranken auch durch Sträucher und verleihen ihnen ein buntes Kleid.
Stockrosen bilden das Rückgrat des traditionen Bauerngartens: Ihre hohen Stängel mit auffälligen Blüten in Weiß, Hellrosa, Rosarot, Magenta und Burgunder gedeihen an sonnigen Wänden in magerem Boden. Als Zweijährige säen Sie sie im Juni oder Juli für Blüte im Folgesommer.
Akeleien, auch Omi-Hauben genannt, verleihen Rabatten echtes Bauerngartflair. Nutzen Sie sie großzügig, um die Lücke zwischen Frühlingszwiebeln und Sommerstauden zu füllen. Sie säen sich selbst aus, Blüten in Blau, Rosa oder Weiß – probieren Sie Sorten wie die schwarz-weiße „Magpie“ oder die gefüllte „Nora Barlow“ mit rosa-weißen Blütenblättern.
Klassiker
Lassen Sie sich von Großmutters Garten inspirieren: Lupinen, Phlox, Pfingstrosen, Campanulas und Fingerhut in üppigen Beeten, Nelken als Rand.
Die beliebte rosa Dianthus 'Mrs Sinkins' ist ein Bauerngarten-Klassiker mit grauen, immergrünen Blättern und duftenden, gefüllten weißen Blüten mit gezackten Rändern. Regelmäßiges Auslichten sorgt für Fülle und Form.
Die Wärme von Wegen passt zu Lavendel als Randpflanze, ebenso zu üppiger Katzenminze (Nepeta) oder Frauenmantel (Alchemilla), die in der Blüte über den Weg hängen.
Fügen Sie Ziergräser und Samenstände von Rudbeckia oder Sonnenhut hinzu, um Interesse bis Winter zu halten.
Nichts übertrifft die Ruhe einer Wildblumenwiese im Bauerngarten.
Bei Platz: Einheimische Gräser mit Margeriten, Klatschmohn, Schafgarbe, Gelber Rassel und Kleeblatt. In kleinen Gärten streuen Sie Kornblumen und Mohn auf den Rasen.
Dichte Bepflanzung, Backsteinwege, Flechtzäune und rustikale Möbel unterstreichen den Stil – ebenso Zweigstützen, Pavillons und Lattenzäune.
Wände beleben Clematis, Glyzinien, Geißblatt, Jasmin und Kletterrosen. Die silberrosa 'Albertine' ist klassisch, für moderne Gärten eignet sich die gold-cremefarbene 'Graham Thomas' mit Dauerblüte – ideal für kleine Flächen.