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Riesenbärenklau: Gefahren, Erkennung und sichere Bekämpfung des invasiven Unkrauts

Was ist Riesenbärenklau?

Der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) ist eine nicht einheimische, invasive Pflanze aus Südrußland. Er gehört zur Familie der Doldenblütler und ist eng mit Wiesenkerbel, Karotten und Pastinaken verwandt. Im 19. Jahrhundert als Zierpflanze nach Großbritannien eingeführt, zeichnet er sich durch große, schirmförmige Blütendolden aus und kann über 3 Meter hoch werden. Sein Saft verursacht jedoch schwere Hautverbrennungen bei Kontakt mit der menschlichen Haut.

Heute breitet sich der Riesenbärenklau in weiten Teilen Großbritanniens aus, vor allem auf Brachflächen, an Straßenrändern und Flussufern, wo Samen per Wasser transportiert werden. Er wächst in dichten Beständen und verdrängt einheimische Pflanzen.

In England und Wales steht er in Anhang 9 des Wildlife and Countryside Act. Es ist kein Straftatbestand, ihn im Garten zu kultivieren, wohl aber, ihn in der Wildnis anzupflanzen oder aus dem Garten entweichen zu lassen.

Wie erkennt man Riesenbärenklau?

Riesenbärenklau: Gefahren, Erkennung und sichere Bekämpfung des invasiven Unkrauts

Der Riesenbärenklau erinnert an eine überdimensionale Version des Wiesenkerbels. Seine hohlen, gefurchten Stängel sind grün mit violetten Flecken und mit steifen weißen Haaren bedeckt. Als zweijährige Pflanze bildet er im ersten Jahr eine Rosette aus gelappten Blättern, im zweiten Jahr einen hohen Blütenschaft mit großer Dolde weißer Blüten, setzt Samen und stirbt ab.

Ähnlichkeiten bestehen zu folgenden Arten:

Bärenklau (Heracleum sphondylium) – Der einheimische Bärenklau erreicht nur 2 Meter Höhe, ist kleiner, mit runderem, weniger gezacktem Laub. Er ist ungiftig und eine wertvolle Wildpflanze.

Kuhpetersilie (Anthriscus sylvestris) – Zarter als der Riesenbärenklau, mit gefiederten, nadelartigen Blättern und kleineren Blütendolden. Maximale Höhe: 170 cm.

Ist Riesenbärenklau gefährlich?

Riesenbärenklau: Gefahren, Erkennung und sichere Bekämpfung des invasiven Unkrauts

Der Saft des Riesenbärenklau ist phototoxisch und macht die Haut extrem lichtempfindlich. Bei Kontakt und anschließender Sonneneinstrahlung entstehen Verbrennungen und Blasen, die Wochen anhalten und monate- oder jahrelang nachblitzen können.

Bei Kontakt gründlich mit Wasser waschen, vollständig entfernen und den Bereich tagelang vor Sonne schützen. Ärztlichen Rat einholen. Auch Hunde von der Pflanze fernhalten, da sie betroffen sein können.

Wie entfernt man Riesenbärenklau?

Als Zweijähriger bildet er im ersten Jahr eine Blattrosette, im zweiten Blüte und Samen. Manuelle Entfernung erfordert vollständige Schutzkleidung. Die gesamte Pflanze, idealerweise im ersten Jahr, ausgraben. Samen überleben Jahre, daher Sichtkontrolle und Entfernung von Sämlingen fortsetzen.

Herbizide sind möglich, schädigen aber Nachbarpflanzen und Umwelt. Schutzkleidung tragen, Pflanzenreste entsorgen und bei Keimung behandeln.

Wie entsorgt man Riesenbärenklau?

Auf Deponien für kontrollierten Abfall. Nicht im Garten verbrennen oder kompostieren – Samen überleben Kompost. Bei Kompostierung Samen separieren und verbrennen.