Blattläuse, auch bekannt als Blatt- oder Kriebelmücken, sind winzige saftsaugende Insekten, die fast jede Pflanze befallen können – besonders weiches junges Wachstum. In Deutschland und dem Vereinigten Königreich gibt es über 500 Arten, in Farben von Grün und Schwarz bis Gelb, Braun und Orange, mit einer Größe von 1 bis 7 mm.
Blattläuse benötigen Wärme, um zu gedeihen: Im Freien treten sie hauptsächlich im Frühling und Sommer auf. In Haus, Gewächshaus oder Wintergarten sind sie ganzjährig aktiv. Viele Arten spezialisieren sich auf bestimmte Pflanzen, sodass ein Befall nicht automatisch alle betrifft.
Mehr zur Bekämpfung von Blattläusen:
Wie man Blattläuse auf Zimmerpflanzen loswird
Warum sind Blattläuse problematisch?

Als erfahrene Gärtner wissen wir: Blattläuse sind Teil des natürlichen Ökosystems und Nahrung für Vögel wie Haussperlinge. Probleme entstehen bei Massenbefall. Starke Populationen schwächen Pflanzen, verursachen Blattkräuseln oder -verzerrungen und können junge Exemplare töten. Manche Arten übertragen Viren, die gesprenkelte, gestreifte Blätter oder schwaches Wachstum hervorrufen – infizierte Pflanzen müssen leider entsorgt werden. Zudem produzieren sie Honigtau, der Schwarzschimmel anzieht und die Photosynthese blockiert.
Erster Schritt bei Blattlausbefall
Kleine Befälle im Garten sind oft harmlos – Vögel fressen sie. In Gemüsebeeten oder indoors ohne natürliche Feinde handeln Sie schnell. Zerdrücken Sie sie manuell oder spülen Sie sie ab. Frühe Anzeichen: Blattläuse verstecken sich in Fugen und auf Unterseiten. Klebriger Honigtau oder ameisige Stängel sind Warnsignale – Ameisen "züchten" Blattläuse für deren Honigtau.
Wildtiere als natürliche Helfer einladen

Viele Nützlinge kontrollieren Blattläuse: Vögel, Marienkäfer, Schwebfliegen, Florfliegen und Ohrwürmer. Marienkäferlarven vertilgen Hunderte pro Leben. Wespen sind ebenso effektiv. Früh im Jahr explodieren Blattlaus-Populationen, doch Raubtiere holen auf. Fördern Sie sie durch Vogelfutter, Kletterpflanzen und winterliche Rückzugsorte.
Chemiefreie Bekämpfung im Garten

Raubtiere sind Ihre besten Verbündeten im Freien. Sparen Sie sie, indem Sie nicht alles wegspritzen. Indoors fehlen sie, also:
- Abspülen mit starkem Wasserstrahl
- Manuell entfernen bei kleinem Befall
- Biologische Kontrollen kaufen (z. B. Marienkäfer)
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Natürliche Prävention
- Pflanzen Sie Duftbarrieren wie Salbei, Knoblauch, Zwiebeln oder Kapuzinerkresse.
- Schaffen Sie Nützlings-Lebensräume: Weniger Winterputz für Marienkäfer, dichte Sträucher für Vögel.
- Vermeiden Sie stickstoffreichen Dünger – er fördert weiches Wachstum.
- Reinigten Sie Gewächshäuser jährlich: Pflanzen raus, Flächen waschen, keine Verstecke lassen, rauchfrei räuchern.
Sprays gezielt einsetzen
Von Bio bis chemisch – wählen Sie vertrauenswürdig:
- Bio-Sprays (Pflanzenöle, Seife) wirken kontaktaktiv, wiederholen Sie bei Bedarf.
- Tensid- oder Fettsäure-Produkte sind pflanzenschonend.
- Chemie (Pyrethroide): Keine Neonikotinoide wegen Bienen!
- Regel: Nie blühende Pflanzen besprühen, abends anwenden.