Als Innenarchitektin mit über 15 Jahren Erfahrung weiß ich: Nach der Pandemie suchen viele Familien nach Alternativen zu reinen Offenräumen. Der gebrochene Plan – eine smarte Teilung von Wohnbereichen – bietet genau das. Er kombiniert Offenheit mit klaren Zonen, ideal für Homeoffice, Entspannung und Familienleben.
Der gebrochene Plan liegt zwischen offenen Layouts und traditionellen separaten Räumen. Er nutzt Trennwände, Glasteilungen oder Möbel, um Flexibilität zu schaffen. Basierend auf Projekten führender Studios habe ich 15 bewährte Ideen ausgewählt, die in jedes Einrichtungskonzept passen.
Vorteile eines Wohnzimmers mit gebrochenem Plan
Ein gebrochener Grundriss ist praktischer als ein offenes Wohnzimmer: Familienmitglieder teilen den Raum, ohne sich zu stören. Gleichzeitig entsteht Gemütlichkeit bei bewahrtem Raumgefühl – perfekt für modernes Wohnen.
1. Crittall-Türen für elegante Teilung

Crittall-Türen teilen Räume, ohne Licht oder Weite zu opfern, rät Louise Wicksteed, Design Director bei Sims Hilditch. In einem Londoner Stadthaus schuf sie einen formellen Lounge-Bereich mit Samtsofa und Barwagen sowie eine Eingangshalle mit viel Stauraum. Chevron-Holzböden und Farbakzente in Blau-Gelb sorgen für Einheitlichkeit. „Gelbe Fermoie-Wandleuchten verbinden die Zonen nahtlos“, erklärt sie.
2. Offene Regale als zonierende Elemente

Offene Regale zonieren sanft und halten Sichtlinien frei. Dieses architektonische Regal wirkt wie eine Skulptur und verleiht Modernität. Weichen Sie es mit Zimmerpflanzen auf – hängende Varianten sind ideal.
3. Maßgefertigte Möbel zur Raumnutzung

Strategisch platzierte Möbel bieten Zonen und Stauraum, wie Ammor Architecture LLP zeigt. „Millwork von lokalen Handwerkern teilt Eingang, Wohn-Ess- und Arbeitsbereich, ohne Offenheit zu mindern“, sagt Partner Goil Amornvivat. Inspiriert von Charlotte Perriand passt es perfekt zu Mid-Century-Modern.
4. Kompakte Homeoffice-Ecke schaffen

Ohne separaten Raum schafft eine interne Trennwand mit schwebenden Regalen ein ideales Büro. Die hohe Pflanze abschirmen und Leben bringen – bei offenem Raumgefühl.
5. Doppelseitiger Kamin als Divider

Ein doppelseitiger Kamin teilt effektiv und heizt doppelt. „Achten Sie auf Stürze und Heizleistung“, warnt Marcus Hirst von Resi und Homebuilding & Renovating. Licht fließt frei hindurch.
6. Sitzmöbel zur Zonenbildung

Möbelanordnung simuliert den gebrochenen Plan, wie Wendi Wolf Lewitt zeigt. Hohe Rückenlehnen eignen sich hervorragend dafür.
7. Beweglicher Paravent hinzufügen

Paravente bieten Flexibilität. Paolo Moschino von Nicholas Haslam: „Sie schaffen Intimität und Überraschung – ideal auch für Video-Calls. Zusammenklappbar für Umzüge.“
8. Bodenbeläge für Übergänge

„Dieser Flurboden leitet Gäste ein und betont Zonen“, sagt Hayley Robson von Day True. Wandfarben verstärken den Effekt.
9. Verglaste Trennwände einsetzen

Studio Peake nutzt Glas mit Spalt für Bewegungsfreiheit – Zonen fühlen sich getrennt, bleiben flexibel.
10. Versenkten Boden gestalten

Mehrstufige Böden zonieren ohne Wände. „Beachten Sie die Aussicht“, rät Emilie Mauran von EMR Architecture. Hier ein Kinobereich.
11. Innenfenster für Licht

Innenfenster leihen Licht: „Perfekt für kleine Häuser“, sagt Thomas Cox von Ham Interiors.
12. Schiebetüren integrieren

Parkettverkleidete Schiebetüren wirken nahtlos und schließen bei Bedarf.
13. Crittall-Ecke bauen

Clements Design nutzt Taschentüren an der Ecke – Wände verschwinden optional.
14. Vorhänge als weiche Trennung

Vorhänge wärmen im Winter und fügen Muster hinzu – ideal für Pausen ohne Volltrennung.
15. Glaswand-Kamin mit Entertainment

Onesta kombiniert Kamin mit Glaswänden und TV: „Hitzebeständiges Porzellan lockert auf“, sagt Daniele Brutto.
Was ist ein gebrochener Plan?
Ein Mittelweg zwischen Offenraum und separaten Zimmern: Erreicht durch Trennwände, Glas oder Möbel. Crittall-Style ist Trend, wie Bunny Turner von Turner Pocock betont: „Licht fließt, Zonen entstehen.“ Chris Eaton von Stiff + Trevillion ergänzt: „Stahlrahmen spiegeln Architektur wider, aber achten Sie auf Kondenswasser.“
Wie teilt man einen Raum ohne Wand?
Vorhänge, Paravente, Innenfenster, Crittall-Türen oder Möbel. Visuell: Farben, Böden oder Teppiche definieren Zonen mühelos.