DeuAq.com >> Leben >  >> Haus & Garten

Bleichmittel gegen Schimmel: Warum Experten abraten und welche Alternativen empfehlen

Es ist verlockend, zu Bleichmittel zu greifen, um hartnäckigen Schimmel zu bekämpfen – diesen lästigen Pilz, der starke Mittel erfordert. Doch vor dem Einsatz sollten Sie eine wichtige Warnung kennen.

Im Unterschied zur Routineanwendung in der Wäsche oder zur Desinfektion von Badporzellan ist Schimmelbekämpfung komplexer. Sowohl Bleichmittel als auch Schimmel können gefährlich sein – für Sie und Ihre Haustiere, wenn sie falsch gehandhabt werden. Erwägen Sie daher zuerst sicherere Reinigungsmethoden.

Empfehlen Experten Bleichmittel gegen Schimmel?

Obwohl Bleichmittel stark wirken, raten Fachleute dringend davon ab, es als Lösung für Schimmelprobleme zu nutzen.

„Bleichmittel ist eine ätzende, chlorbasierte Substanz, die giftig ist, wenn eingeatmet, geschluckt oder in größeren Mengen mit der Haut in Kontakt kommt“, warnt Marilee Nelson, Chemieexpertin, Umweltberaterin und Mitgründerin von Branch Grundlagen (öffnet in neuem Tab). Sie erklärt: „Bleichmitteldämpfe reizen die Schleimhäute von Nase und Rachen sofort und können langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen. Zudem tötet Bleichmittel nur oberflächlichen Schimmel – die Wurzeln bleiben erhalten“, bestätigen OSHA (öffnet in neuem Tab) und EPA (öffnet in neuem Tab).

Bleichmittel gegen Schimmel: Warum Experten abraten und welche Alternativen empfehlen

Justin Carpenter, Gründer von Modern Maids (öffnet in neuem Tab), rät ebenfalls zur Vorsicht: „Bei Schimmel gehen wir immer auf Nummer sicher. Es kann extrem gefährlich sein und zu schweren Erkrankungen führen.“

Professionelle Reiniger setzen Bleichmittel kontrolliert auf Duschen, Badewannen und Fliesen ein – etwa bei Schimmel auf Duschvorhängen. „Wir tränken die Bereiche und lassen es mindestens 15 Minuten einwirken, bevor wir schrubben“, beschreibt Justin. „Die Einwirkzeit aktiviert die Chemikalien und verhindert Ausbreitung.“ Andere Flächen behandeln sie jedoch aus Haftungsgründen nicht.

Bleichmittel oder Essig: Was ist besser gegen Schimmel?

Essig ist die überlegene Wahl. Er greift die Schimmelmembraan an – die Wurzel des Problems –, sodass der Pilz nicht nachwächst. Zudem ist er deutlich weniger giftig und sicherer für den Hausgebrauch.

„Essig wirkt gründlicher. Nehmen Sie weißen Essig [wie diesen bei Amazon (öffnet in neuem Tab)], um die Membran zu erreichen“, rät Reinigungsexperte Steve Elliott, Franchiseinhaber von Restoration 1 Minnetonka (öffnet in neuem Tab). Lassen Sie ihn mindestens eine Stunde einwirken, dann abwischen.

Bleichmittel gegen Schimmel: Warum Experten abraten und welche Alternativen empfehlen

Warum Bleichmittel auf Schimmel vermeiden?

Experten betonen: Bleichmittel bekämpft nur die Oberfläche, nicht die Ursache. Die größte Gefahr liegt im Einatmen der Dämpfe, die Schleimhäute reizen und Atemwege schädigen können, warnt Marilee.

Bei Badezimmerreinigung greifen Sie zu weißem Essig oder rufen Sie Profis – besonders bei starkem Befall. Bleichmittel nur mit äußerster Vorsicht einsetzen.