Für die erfahrene städtische Foragerin Anna Gibbons ist jeder Spaziergang im lokalen Park eine Chance, frische Zutaten für das Abendessen zu entdecken.
'Ich nehme immer ein kleines Picknick mit, nach der Nahrungssuche – es stärkt die Verbindung zur Natur', erklärt sie.
Tatsächlich wachsen zahlreiche essbare Pflanzen als Unkräuter in Parks und Grünanlagen. Hier sind fünf gängige Arten, die Sie leicht finden können.
Sauerampfer (Oxalis pes-caprae)
Sauerampfer, auch Soursob genannt, ist ein weit verbreitetes Unkraut in ganz Australien. Sein bitterer Geschmack erinnert an Sauerklee.
'Der Geschmack ist wie Salat mit Zitronenvinaigrette', beschreibt Gibbons.
Oft mit Klee verwechselt, lässt es sich einfach unterscheiden: Jedes Blatt hat drei herzförmige Segmente.

Sauerampfer gedeiht in Parks, Schulhöfen und Naturstreifen. Als Mitglied der Oxalis-Familie sind alle Teile essbar.
'Viele Grünpflanzen finden Sie in öffentlichen Flächen oder Gärten – pflücken Sie aber nur fern von besprühten oder verschmutzten Arealen', rät Gibbons.
Achtung: Es enthält Oxalsäure, die in großen Mengen Nierensteine begünstigen kann. In Maßen ist es unbedenklich.
'Manche warnen vor Oxalsäure, doch Sie müssten zwei Wochen lang täglich Ihr Körpergewicht davon essen, um Probleme zu riskieren', beruhigt Gibbons.
Zwiebelgras (Allium triquetrum)

Bekannt als Zwiebelgras, Dreiecklauch oder Wildlauch – aus der Familie von Zwiebel und Knoblauch, wächst es als Unkraut im Südosten Australiens.
'Die Blüten eignen sich perfekt zum Garnieren oder zum Aromatisieren von Essig', sagt Gibbons.
Blätter ersetzen Frühlingszwiebeln in Salaten, Pfannengerichten oder eingelegt.
Erkennbar an weißen Blüten, dreieckigen Blättern und Zwiebelduft. 'Alles der Allium-Familie ist essbar – nutzen Sie alle Teile', empfiehlt sie.
Vogelmiere (Stellaria media)
Dieses Unkraut ist ideal für die Küche: Winzige sternförmige weiße Blüten, kriechende Ranken.
'Am Stiel zeigt sich ein kleiner 'Iro' auf einer Seite, und beim Brechen sieht man die starke Mittelrippe – wie bei einem Huhn', erklärt Gibbons.

Mit salatähnlichem Geschmack als Blattgemüse-Ersatz: 'Ich hacke es für Sandwiches, Smoothies oder wildes Pesto', teilt sie Rezepte.
Duftveilchen (Viola odorata)
Das Duftveilchen mit violetten Blüten wächst als Unkraut in Süd-Australien.

Oft versteckt unter anderen Pflanzen in bewachsenen Zonen. Blüten garnieren Kuchen, aromatisierten Zucker oder ergaben Sirup für Cocktails, wie Gibbons es tut.
Löwenzahn (Taraxacum spp.)
Der gelb blühende Klassiker in Gärten und Parks – Name aus dem Französischen 'dent de lion' (Löwenzahn). Blätter, Wurzeln und Blüten essbar.
'Blätter in Salaten oder als Basilikum-Ersatz im Pesto', schlägt Gibbons vor.
Vorsicht bei Verwechslung mit Katzenohr (Hypochaeris radicata), das milder ist. Echtes Löwenzahn hat gezackte, spitze Blätter 'wie Löhnezähne'.

Katzenohrblätter sind länglich ohne Zähne. Wählen Sie junge, zarte Blätter. 'Nehmen Sie nur, was Sie brauchen – nicht gierig sein', rät Gibbons.