Noch vor wenigen Monaten war mein Vorgarten ein blühendes Paradies aus wogenden Sträuchern und bienenfreundlichen Blumen – bis ich alles ausriss und neu gestaltete.
Diese radikale Entscheidung traf ich zugunsten der Schmetterlinge: speziell für einheimische Arten und ihre Raupen in meiner Heimat, den Adelaide Plains (Kaurna Country).
Die Salvias, die zuvor prangten, waren zwar schön, trockenheitsverträglich und pflegeleicht – doch sie sind hier nicht heimisch.
Stattdessen pflanzte ich lokale, endemische Arten, die vor der Kolonialzeit hier wuchsen. So schaffe ich Lebensraum für einheimische Schmetterlinge und Insekten und trage zur Artenvielfalt in meiner städtischen Straße bei.
Mit Unterstützung kommunaler Programme gelang mir das zu einem Bruchteil der Kosten.
Warum hyperlokale einheimische Pflanzen? Meine Beweggründe
Nach dem Kauf meines kleinen Hauses vor einem Jahr widmete ich mich zunächst energieeffizienten Innenrenovierungen, um fossile Brennstoffe zu sparen.
Nun gestalte ich den Außenbereich permakulturell um – mit viel Platz für Gemüseanbau.
Auf meinem 475 Quadratmeter großen Grundstück bleibt wenig Platz, doch ich schaffe gezielt Habitat für einheimische Bestäuber und Wildtiere.
Das Buch The Native Plants of Adelaide schockierte mich: Über 90 Prozent der ursprünglichen Vegetation der Adelaide Plains ist zerstört.
In vielen australischen Städten sieht es ähnlich aus. Laut Bringing Back the Butterflies leiden lokale Schmetterlingspopulationen unter Rodung und Pestiziden.
Stadtgärten mit exotischen oder nicht-lokalen "Einheimischen" nähren adulte Schmetterlinge durch Nektar – doch Raupen brauchen spezifische Futterpflanzen.
Planung des einheimischen Schmetterlingsgartens
Um Schmetterlingszahlen zu steigern, wählte ich Gräser und Sträucher als Raupenfutterpflanzen für Tarntanya (Adelaide):
- Büschelgras (Poa poiformis)
- Stacheliges Wallaby-Gras (Austrodanthonia setacea)
- Kängurugras (Themeda triandra)
- Australisches Kleeblatt (Lotus australis)
- Kissenfächerblume (Scaevola crassifolia)
- Goldener Ewiger (Chrysocephalum apiculatum)
- Schorfe (Cullen cinereum)
- Silberne Senna (Senna artemisioides)
- Heimischer Flieder (Hardenbergia violacea)
Mein Leitfaden: Schmetterlinge in Ihren Garten locken: Was man in der Region Adelaide anbauen und konservieren sollte – ideal für 40 lokale Arten in Hausgärten.
Starten Sie mit "einheimische Pflanzen" oder "einheimische Schmetterlinge" in Ihrer Bibliothek. Projekte wie der Melbourne Pollinator Corridor lohnen sich.

Günstig zu einheimischen Pflanzen kommen
Für harmonische Optik wählte ich gelb-violette Töne und passende lokale Arten für Schmetterlinge und Raupen.
Mein Gemeinderat bietet Gutscheine: 10 einheimische Pflanzen für 10 AUD im Herbst/Winter.
Pflanzenverkäufe von Landcare-Gruppen und Trees for Life sind preiswert.
So erwarb ich 86 Pflanzen für unter 200 AUD. Stecklinge vermehren spart zusätzlich.

Den Garten anlegen – Schritt für Schritt
Ein Landschaftsarchitekt-Freund baute einen neuen Weg und platzierte Felsen für Eidechsen und Schmetterlinge.
Wir lockerten den Lehmboden mit Gips. Jede Pflanze bekam organischen Dünger.
Tropfleitungen sorgen für Bewässerung in den ersten Jahren; danach trockenheitsresistent.
Mulch aus Hackschnitzeln mit "Blut und Knochen" unterdrückt Unkraut und hält Feuchtigkeit.
Seit zwei Monaten etabliert, gedeihen die Pflanzen dank Regen – erste Blüten zeigen sich.
Ich warte gespannt auf die ersten einheimischen Schmetterlinge.
Koren Helbig ist freiberufliche Journalistin, Permakultur-Pionierin und baut in Tarntanya (Adelaide) biologische Lebensmittel im Hinterhof an.