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Olivenkraut: Wirkung und Verwendung des mediterranen Krauts

Olivenkraut wird in der Küche für seinen herben Geschmack geschätzt. Dabei steckt auch heilsame Wirkung in dem mediterranen Kraut. Hier erfährst du wie du Olivenkraut verwendest und anpflanzen kannst.

Olivenkraut wird auch Zypressenkraut genannt und gehört wie das Currykraut zur Familie der Korbblütler. Es handelt sich um einen Halbstrauch der eine Höhe zwischen 25 und 60 Zentimetern erreicht.

Besonders charakteristisch sind die Blätter der Pflanze. Um die sechkantigen Stiele reihen sich feine, nadelartige Blätter, an denen sich kleine Wülste bilden, die an Knospenansätze erinnern. Hellgelbe Blüten zieren die Pflanze von Mai bis Ende Juni.

Die Pflanze stammt ursprünglich von der iberischen Halbinsel und aus dem Norden Marokkos. Heute ist Olivenkraut aber in ganz Südeuropa beheimatet.

Das mediterrane Kraut wird vor allem für seinen Geschmack geschätzt, der an eingelegte Oliven erinnert. Aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe wird Olivenkraut auch in der Naturheilkunde verwendet.

Olivenkraut in der Küche

Vor allem in der mediterranen Küche ist Olivenkraut sehr beliebt. Geschmacklich ähnelt es grünen Oliven mit einer frischen Note, die an Rosmarin oder Bohnenkraut.

Olivenkraut lässt sich vielfältig verwenden und passt zu vielen Gerichten. Du kannst:

  • das mediterrane Kraut für Kräuterquark oder selbstgemachte Kräuterbutter verwenden. Auch für Kräuterpesto eignet sich Olivenkraut.
  • die ganzen Blätter auch als Zutat für Salat verwenden. Sie verleihen deinem Salat eine herbe Würze.
  • Gemüsegerichte mit Olivenkraut würzen. Besonders gut harmoniert der Geschmack mit Pilzgerichten.
  • es auch für Speisen mit Fleisch und Fisch verwenden.

Da Olivenkraut sehr hitzeempfindlich ist, füge es erst kurz vor dem Servieren hinzu. Am besten verwendest du es frisch. Auch beim Trocknen verliert es stark an Aroma. Um den Geschmack zu konservieren kannst du Olivenkraut einfrieren oder in Essig einlegen.

Olivenkraut als Heilpflanze

Olivenkraut enthält eine Reihe wertvoller Inhaltsstoffe:

  • ätherische Öle
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe

Olivenkraut wurde bereits im Mittelalter als Heilpflanze verwendet. Ursprünglich wurde die Pflanze häufig gegen Wurmbefall eingesetzt. Heute wird Olivenkraut überwiegend bei Verdauungsproblemen und Atemwegserkrankungen angewandt.

Dafür wird meist ätherisches Öl verwendet oder Tee aus Olivenkraut und den Blüten zubereitet.

So bereitest du den Olivenkraut-Tee zu:

  1. Für eine Tasse bringst du etwa 250 Milliliter Wasser zum Kochen und lässt es anschließend auf etwa 80 Grad abkühlen. Die enthaltenen ätherischen Öle sind hitzeempfindlich.
  2. Übergieße etwa fünf Gramm der frischen Blätter mit dem heißen Wasser.
  3. Lasse den Tee für zehn Minuten ziehen, bevor du die Pflanzenteile wieder entfernst.

Olivenkraut selbst wurde bisher kaum wissenschaftlich untersucht. Das Kraut gehört zur Unterfamilie der Heiligenkräuter (Santolina). Weltweit gibt es etwa 24 Arten, die zu dieser Gattung zählen. Andere Arten der Heiligenkräuter wie dem korsischen Heiligenkraut oder dem tunesischen Heiligenkraut konnten folgende heilsame Eigenschaften nachgewiesen werden:

  • antibakteriell
  • antifungal
  • entzündungshemmend

Zudem sollen die enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe verdauungsanregend wirken. Wir konnten dafür jedoch keine wissenschaftlichen Belege finden.

Die Inhaltsstoffe der Heiligenkräuter ähneln sich stark. Daher ist davon auszugehen, dass auch Olivenkraut ähnlich wirkt wie seine Verwandten.

Olivenkraut in deinem Garten

Olivenkraut ist eine mehrjährige Pflanze. Sie stammt zwar aus dem Süden Europas, kann aber auch bei uns angebaut werden:

Standort:

  • Da Olivenkraut ursprünglich aus Südeuropa stammt, benötigt es einen sonnigen und warmen Standort.
  • Besonders geeignet ist ein Platz nahe einer südseitigen Mauer.
  • Du kannst Olivenkraut auch im Topf anpflanzen. Er sollte einen Durchmesser von mindestens 30 Zentimetern haben. Fülle ihn am Boden mit etwas Kies um Staunässe zu vermeiden.
  • Das Kraut fühlt sich sowohl in Steingärten als auch in Blumenbeeten oder Kräutergärten wohl. Neben Lavendel, Salbei oder Rosmarin gedeiht Olivenkraut besonders gut.

Boden:

  • Olivenkraut benötigt kalkhaltige, durchlässige Erde.
  • Die Pflanze kommt gut mit nährstoffarmen Böden zurecht. Du brauchst die Erde vorher nicht zu düngen.
  • Ist der Boden zu lehmhaltig und fest, kannst du ihn mit etwas Sand auflockern.

Aussaat:

  • Olivenkraut gehört zu den Kaltkeimern und benötigt Temperaturen zwischen vier und acht Grad um zu keimen.
  • Zudem gehört es zu den Lichtkeimern. Daher streust du die Samen in eine Anzuchtsschale und drückst sie nur leicht an der Erde fest, anstatt sie damit zu bedecken.
  • Der optimale Zeitpunkt für die Aussaat ist zwischen März und April.
  • Halte einen Abstand von 30 bis 40 Zentimetern zwischen den Pflanzen ein.

Pflege:

  • Da Olivenkraut an trockene klimatische Bedingungen gewöhnt ist, braucht es nur wenig Wasser. Im Topf reicht es aus, die Pflanze einmal in der Woche zu gießen. Zu viel Feuchtigkeit kann schnell zu Wurzelfäule führen.
  • Im Frühjahr reicherst du den Boden am besten mit organischem Dünger an.
  • Da Olivenkraut nur bedingt frostfest ist, solltest du die Pflanze drinnen überwintern. Ist das nicht möglich, schützt du sie mit Laub und Reisig vor den kalten Temperaturen.
  • Damit Olivenkraut gleichmäßig und dicht wächst, schneidest du die Pflanze am besten nach der Blüte bis zu einem Drittel zurück.