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Huflattich anbauen und nutzen: Bewährte Wirkung gegen Husten und Magenbeschwerden

Huflattich (Tussilago farfara) breitet sich wild aus und gilt oft als Unkraut – doch diese robuste Pflanze mit leuchtend gelben Blüten ist ein echtes Hausmittel-Allroundtalent gegen Husten und Magenprobleme. Als erfahrene Kräuterexperten empfehlen wir: Der Anbau gelingt mühelos.

Huflattich selbst anpflanzen

Huflattich ist extrem widerstandsfähig und gedeiht sogar auf kargem Untergrund wie Kies oder Braunkohlehaufen. Der Anbau ist unkompliziert, besonders wenn Sie seine Vorlieben berücksichtigen.

Im Garten bevorzugt er sonnige Plätze mit feuchtem, lehmigem Boden. Für den Topf eignet sich Halbschatten – so bleibt die Erde im Sommer feucht. Achten Sie überall auf ausreichende Bewässerung.

Säen Sie im Frühjahr aus: Erste Blüten erscheinen nach wenigen Wochen. Alternativ pflanzen Sie im Mai gekaufte Jungpflanzen direkt um.

Huflattich gegen Husten und Magen-Darm-Beschwerden

Der lateinische Name "Tussilago farfara" bedeutet "Ich vertreibe den Husten" – und das zu Recht. Die Pflanze wirkt schleimlösend, krampflösend und entzündungshemmend, wie eine umfangreiche österreichische Heilkräuterstudie bestätigt. Ideal bei Atemwegserkrankungen wie:

  • Reizhusten
  • chronischer Husten
  • Asthma
  • Bronchitis
  • Kehlkopfentzündung

Die entzündungshemmende Wirkung hilft auch bei Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung oder Magenschleimhautentzündung.

Gequetschte Blätter eignen sich als Umschlag bei Hautproblemen (Pickel, Furunkel, Ekzeme), Schürfwunden, Venenentzündungen oder Krampfadern – antibakteriell und wundheilungsfördernd. Kein Wunder: 1994 wurde Huflattich zur Heilpflanze des Jahres gekürt.

Achtung: Huflattich enthält Pyrrolizidinalkaloide, die in der Leber schädlich wirken können. Obwohl in geringen Mengen, verwenden Sie Produkte sparsam und nicht dauerhaft – für Ihre Sicherheit.

Huflattich als Tee oder Sirup zubereiten

Vermeiden Sie das Inhalieren von Blätterrauch, da es Erkältungen verschlimmern kann. Besser: getrocknete Blüten und Blätter als Tee. Für ¼ Liter: 2 TL Trockenmischung mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen.

Für Huflattichsirup aus frischen Blüten:

  1. Blüten grob schneiden, 3–4 cm hoch in ein Schraubglas füllen.
  2. Mit Honig (oder braunem Zucker) bedecken.
  3. Schichtweise Blüten und Honig abwechseln, bis voll.
  4. Glas verschließen, 2–4 Monate warm und sonnig lagern.
  5. Sieben, in Flasche umfüllen. Pur oder im Tee genießen.