Als erfahrener Gärtner wissen wir: Der Drahtwurm, Larve des Schnellkäfers, frisst Wurzeln von Kartoffeln und anderen Gemüsen und bedroht schnell Ihre Ernte. Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie den Schädling zuverlässig erkennen und umweltverträglich bekämpfen.
Der Drahtwurm ist die Larve des Schnellkäfers. Dieses Insekt ist für Ihren Garten harmlos, doch die in tieferen Erdschichten lebenden Larven nähren sich vorzugsweise von Kartoffel-Wurzeln und anderen Nutzpflanzen. Lernen Sie, wie Sie Drahtwürmer identifizieren und loswerden.
Drahtwurm: So erkennen Sie ihn
Im Gegensatz zum adulten Käfer kann der Drahtwurm Ihrem Naturgarten erheblichen Schaden zufügen. Schnelles Handeln ist entscheidend – hier die Merkmale von Larven und Schnellkäfern.
- Drahtwurm: Er erreicht 2–3 cm Länge, hat einen harten, gelben Chitinpanzer, drei Beinpaare am Vorderleib, kräftige Kiefer und punktförmige Augen auf dem Kopf.
- Schnellkäfer: Nach der Verpuppung entsteht der braun-schwarze Käfer bis 1 cm groß mit abgeflachtem, glänzendem Körper.
Schnellkäfer legen im Frühling Eier in den Boden. Drahtwürmer bevorzugen feuchte, tiefe Erdschichten.
Drahtwurm: Betroffene Pflanzen
Trockenheit verträgt der Drahtwurm schlecht – bei Dürre sucht er tieferen Boden oder bohrt sich in Gemüse. Er nagt an Wurzeln und verursacht schwere Schäden.
Frisch angelegte Beete auf ehemaligem Grasrasen sind besonders anfällig. Gefährdet sind:
- Kartoffeln
- Mais
- Tomaten
- Salat
- Blumenzwiebeln
- Rote Bete
- Möhren
- Erbse
- Spargel
Befall zeigt sich durch Welken; bei Kartoffeln finden Sie Fraßgänge in den Knollen.
Drahtwurm-Befall vorbeugen
Drahtwürmer sitzen tief im Boden, daher wirken Mittel oft schwach. Besser: Schutzmaßnahmen für gesunde Pflanzen.
Effektive Prävention:
- Bei neuen Beeten: Vermeiden Sie genannte Gemüse auf frisch umgebrochenem Grasland – warten Sie 2 Jahre.
- Boden lockern: Vor dem Pflanzen auflockern, um Feuchtigkeit zu reduzieren. Trockener Boden hemmt Eiablage.
- Gießen dosieren: Nur bedarfsgemäß mit Regenwasser – Feuchtigkeit lockt Drahtwürmer.
- Kalkstickstoff: Eine Woche vor Aussaat düngen; kalkreicher Boden vertreibt sie.
- Nützliche Nachbarn: Ringelblumen und Studentenblumen sind giftig für Käfer und Larven. Auch bei Befall hilfreich; aus Ringelblumen lässt sich eine heilsame Salbe herstellen.
Drahtwurm bekämpfen
Chemische Pestiziden schaden dem Gartenökosystem und wirken kaum. Natürliche Methoden sind effektiver und schützen schonend.
- Umgraben bei Trockenheit: Im Frühling/Herbst an sonnigen Tagen – Larven kommen hoch, Vögel fressen sie als Nahrung für Vögel.
- Fressfeinde fördern: Vögel, Laufkäfer, Igel, Maulwürfe und Nematoden. Garten vogelfreundlich gestalten.
- Kartoffelfallen: Kartoffelscheiben auf Spieße 5 cm tief eingraben, Würmer sammeln und entsorgen.
- Vorkeimen: Kräftige Pflanzen widerstehen besser, z. B. Kartoffeln vorkeimen.
- Früh ernten: Kartoffeln ab Juni/Juli bei früheren Sorten, um Bohrlöcher zu vermeiden.