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Duftgeranien pflanzen und pflegen: Experten-Tipps für Duft, Insektenschutz und vielseitige Nutzung

Duftgeranien begeistern mit ihrem intensiven Aroma und wirken als natürlicher Insektenschutz. Erfahrene Gärtner schätzen sie für ihre Robustheit und Vielfalt. Hier verraten wir Ihnen, wie Sie sie optimal pflanzen, pflegen und nutzen.

Duftgeranien, auch Duftpelargonien genannt, entfalten ihr charakteristisches Aroma durch ätherische Öle in den Drüsenhaaren der Blätter. Die Duftpalette reicht von Rosen- über Pfefferminz- bis Zitronenaromen; seltener begegnen Sorten mit Apfel-, Orange- oder Schokoladennote. Die Blätter fühlen sich weich und samtig an, die Blüten sind zierlicher als bei klassischen Französischen Geranien und strahlen in Weiß-, Rosa- und Pinktönen.

Duftgeranie pflanzen und pflegen

  • Standort: Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen, luftigen Platz. Duftpelargonien breiten sich gerne aus – nutzen Sie große Töpfe, Kübel oder Balkonkästen. Im Beet halten Sie 30 bis 40 cm Pflanzabstand ein.
  • Boden: Mischen Sie nährstoffreiche, torffreie Erde mit Sand für Lockerheit. Blähton, Tonscherben oder Steine gewährleisten Drainage.
  • Pflanzung: Säen Sie Samen im Januar oder Februar einzeln in Anzuchterde und ziehen Sie die Jungpflanzen vor. Nach den Eisheiligen Mitte Mai verpflanzen Sie sie nach draußen.
  • Gießen: Gießen Sie mäßig regelmäßig; lassen Sie die obere Erdschicht antrocknen. Regenwasser ist ideal, Staunässe unbedingt vermeiden.
  • Schneiden: Entfernen Sie verwelkte Blüten und Blätter fördert Neuaustriebe. Formen Sie die Pflanze gelegentlich; Abschnitte eignen sich als Stecklinge.
  • Vermehren: Schneiden Sie im Sommer Stecklinge mit 1–2 Blattabzweigen ab, stecken Sie sie in feuchte Erde. Wurzeln bilden sich nach Wochen.
  • Überwintern: Schneiden Sie nach der Blüte zurück und überwintern Sie wie Geranien: Weniger gießen, nicht düngen.
  • Krankheiten und Schädlinge: Staunässe vermeiden schützt vor den meisten Problemen. Gegen Blattläuse, Spinnmilben oder Weiße Fliegen helfen natürliche Mittel; bei Starkbefall Teile entfernen.

Duftgeranie nutzen

Neben dem Duft vertreiben Duftgeranien Insekten – besonders die Zitronenpelargonie gegen Mücken und Wespen. Mobilität durch Töpfe macht sie flexibel.

Beim Berühren öffnen sich Duftdrüsen und setzen Öle frei, die Sie sammeln können. In der Kosmetik finden sie Verwendung:

  • In Duft-, Massageölen und Parfüms.
  • Zur Aromatisierung selbstgemachter Cremes: Hautcreme selber machen, Handcreme selber machen, Gesichtscreme selber machen.

In der Küche bereichern Blätter Gerichte:

  • Duftgeranientee: 4 Blätter mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen.
  • Getränke wie Wasser, selbstgemachte Limonade oder Bowle mit Minz- oder Rosenaroma verfeinern.
  • Blätter fein hacken für Salate wie Kräuter.
  • Desserts (Kuchen, Kekse, Sorbets, Pudding) mit Rosen- oder Orangenaroma aufpeppen.
  • Herzhafte Gerichte, z. B. Minze für arabische Küche.