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Eibisch pflanzen und verwenden: So geht’s

Der Echte Eibisch ist eine Heilpflanze mit langer Tradition. Lies hier, wie du Eibisch in deinem Garten pflanzen kannst, wie die Pflanze wirkt und wie du sie anwendest.

Der Echte Eibisch ist eine altbewährte heimische Heilpflanze. Ihm wird eine heilsame Wirkung bei Atemwegserkrankungen nachgesagt, ähnlich der Wilden Malve. Beide Pflanzen zählen zu den Malvengewächsen.

Schon im Mittelalter war Eibisch in vielen Klostergärten sehr geschätzt und hat so auch Einzug in die Volksmedizin erhalten. Heute ist die Eibisch vor allem für Bauerngärten und Naturgärten sehr beliebt. Denn nicht nur wir Menschen profitieren von der wertvollen Pflanze: Auch Bienen, Schmetterlinge und anderen Insekten dient Eibisch als Nahrung.

Hier liest du, wie du Eibisch pflanzt, wie die Heilpflanze wirkt und wie du sie anwenden kannst.

Eibisch in deinem Garten

Eibisch ist eine winterharte Staude mit gefächerten, zarten Blättern, feinen Blüten und einer tiefreichenden Pflahlwurzel. Daher ist Eibisch nicht geeignet, um ihn in Töpfen zu kultivieren. Mit den folgenden Hinweisen gedeiht die Heilpflanze auch in deinem Garten prächtig.

Standort:

  • Eibisch benötigt einen sonnigen, aber windgeschützten Standort.

Boden:

  • Die Erde sollte gut feucht sein. Daher fühlt Eibisch sich auch am Rand von Teichen oder Flüssen wohl. Staunässe solltest du dennoch meiden.
  • Zudem benötigt Eibisch nährstoffreiche, humose Erde. Sollte die Erde eher fest sein, lockere sie vorher ausreichend auf und menge reifen Kompost unter.
  • Für die lange Pfahlwurzel sollte der Boden locker und gut durchlässig sein.

Pflanzen:

  • Der beste Zeitpunkt, um Eibisch zu pflanzen, ist im Frühling nach dem letzten Frost.
  • Setze die Pflanzen dafür in einem Abstand von 40 bis 50 Zentimetern.

Pflegen:

  • Die wilde Heilpflanze ist sehr pflegeleicht. Achte lediglich während längerer Trockenperioden darauf, sie mit ausreichend Wasser zu versorgen.

So wirkt Eibisch

Schon seine unzähligen Trivialnamen deuten auf seine Heilwirkung hin. So wird Eibisch häufig Hustenkraut, Schleimwurzel oder Arznei-Eibisch genannt. 

Die Heilwirkung lässt sich vor allem auf die enthaltenen Schleimstoffe zurückführen. Daher wird Eibisch vor allem bei verschiedenen Atemwegserkrankungen genutzt. Aber auch für Entzündungen im Rachenraum oder Verdauungsprobleme wird Eibisch in der Volksmedizin verwendet. Neben Schleimstoffen enthält Eibisch auch weitere wertvolle Inhaltsstoffe, so eine Studie von 2013 aus dem Iran:

  • Pektin
  • Flavonoide
  • Cumerine
  • Tannine

Mittlerweile ist die Pflanze auch wissenschaftlich gut untersucht. So hat sich die iranische Studie umfassend mit der Heilpflanze befasst und kam dabei zu folgenden Ergebnissen:

  • Eibisch weist eine antimikrobielle Wirkung auf und bekämpft so erfolgreich verschiedene Bakterien und Mikrobenstämme.
  • Seine entzündungshemmende Wirkung hilft bei entzündlichen Erkrankungen im Rachenbereich und sowie im Magen. Dafür kannst du den Tee aus Eibisch auch gurgeln.
  • Außerdem wirkt Eibisch regulierend auf unser Immunsystem und unterstützt den Körper optimal in der Grippezeit.
  • Die Schleimstoffe wirken zudem beruhigend und reizlindernd und können so bei Husten helfen.

Eibisch verwenden

Echter Eibisch steht bei uns unter Naturschutz. Daher darfst du die Pflanze in wilder Natur nicht ernten – ein weiterer Grund, um Eibisch in deinem Garten zu pflanzen. 

Für Heilzwecke kannst du alle Teile der Pflanze verwenden, von den Blättern und Blüten bis hin zur Wurzel. Die Blätter und Blüten erntest du am besten während der gesamten Blüte, vom Frühsommer bis in den beginnenden Herbst. Die Wurzel kannst du im Spätherbst ausgraben und trocknen. 

Blüten und Blätter trocknest du am besten indem du sie locker auf etwas Papier ausbreitest. Achte darauf, dass die Pflanzenteile in dieser Zeit keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind. Die Wurzel schneidest du in grobe Stücke und hängst sie auf. Lass ihr gut Zeit beim Trocknen, da sie sonst schnell zu schimmeln beginnt.

Wie du Eibischwurzel als Tee verwendest, liest du hier:

Auch aus den Blüten und Blättern kannst du einen heilsamen Tee zubereiten. So gehst du dabei vor:

  • Übergieße zwei Teelöffel der getrockneten Pflanzenteile mit etwa 250 Milliliter Wasser. 
  • Lasse den Tee für 10 Minuten ziehen, bevor du die Pflanzenteile wieder entfernst. 
  • Alternativ kannst du den Tee auch kalt zubereiten. Dadurch sollen die enthaltenen Schleimstoffe besser erhalten bleiben. Setze die getrockneten Pflanzenteile dafür mit kaltem Wasser für zwei Stunden an und rühre gelegentlich um. Bevor du den Tee zu dir nimmst kannst du ihn auf Trinktemperatur erwärmen.