Siebenschläfer sind niedliche, kleine Nager, die bis zu sieben Monate Winterschlaf halten. Haben sie sich in Ihrem Zuhause eingenistet? Als erfahrene Schädlingsbekämpfer zeigen wir Ihnen bewährte, tierschonende Methoden, um sie sanft zu vertreiben.
Der Siebenschläfer, ein nachtaktives Nagetier, lebt bevorzugt in Laubbäumen und hält mindestens sieben Monate Winterschlaf – in Deutschland von September/Oktober bis Mai/Juni. In dieser Zeit suchen die 20 bis 30 cm großen Tiere geschützte Unterschlupfe, oft in Gebäuden. Nach dem Aufwachen nutzen sie ruhige Ecken zur Jungenaufzucht. Ihre speziellen Pfoten ermöglichen müheloses Klettern an senkrechten Flächen.
Sie ähneln Mäusen und Eichhörnchen: rundliche Ohren, große schwarze Augen, dichtes graubraunes Fell und buschiger Schwanz. Dieser sorgt für Balance beim Springen und kann bei Gefahr abgeworfen werden – Skelett bleibt, Fell wächst nach. Ihre Ernährung umfasst Triebe, Knospen, Blätter, Früchte und gelegentlich Insekten.
Übrigens: Der Siebenschläfertag und die Bauernregel haben mit dem Tier nichts zu tun.
Warum Siebenschläfer im Haus Probleme bereiten
Siebenschläfer bevorzugen warme, versteckte Nester in Gebäuden – von Dachböden über Garagen bis Gartenhütten. Sie nisten ganzjährig, besonders vor oder nach dem Winterschlaf.
Viele Hausbesitzer möchten sie loswerden wegen Krankheitsrisiken, Lärm und Schäden. Der Winterschlaf ist kein tiefer Schlaf, sondern wird von Wachphasen unterbrochen, in denen sie umziehen und Kot/Urin absetzen. Bei Temperaturen über 20 °C endet er; in warmen Häusern früher.
Kot und Urin verschmutzen Gegenstände und Nahrung, bergen Krankheitskeime – per Luft, Kontakt oder bei Kindern/Haustieren. Geruch ist meist neutral.
Sie sind territorial, aber scheu gegenüber Menschen. Bei Aggression Tollwutverdacht prüfen: Übertragung via Kot, Urin, Bisse oder Speichel.
Einzelgänger, zur Paarung (ab Juli) in Familien: Nachtaktivität verursacht Poltern, Pfeifen, Quieken. Junge toben herum.
Sie nagen an Dämmungen, Holz und Elektroleitungen.
Siebenschläfer artgerecht vertreiben
Siebenschläfer sind streng geschützt – kein Jagen, Verletzen oder Töten. Zuerst Art bestätigen (vs. Marder/Waschbär).
- Mit starken Düften vertreiben oder
- via Lebendfalle umsiedeln.
Ihr feiner Geruchssinn reagiert auf ungiftige Stoffe wie Möbelpolitur, Mottenkugeln, WC-Steine oder Räucherstäbchen (feuerfest platzieren, beaufsichtigen!). Regelmäßig erneuern.
Ausschließlich Lebendfallen nutzen, mind. 20 km entfernt aussetzen. Köder: Bucheckern, Blätter, Triebe.
Unsicher? Kontaktieren Sie örtliche Naturschutz/Tierschutz für professionelle Hilfe. Sie suchen nur Schutz – handeln Sie sanft.
Siebenschläfer vorbeugen
Vollständiger Schutz ist schwer, da sie nagen können. Dichten Sie ab: Ritzen, Löcher, Nischen mit Gittern verschließen (auch Lüftung/Kamin). Entfernen Sie Kletterpflanzen.
Wichtig: Keine Tiere einsperren! Prüfen Sie vorher, besonders Jungtiere.