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Margeriten pflanzen, pflegen und vermehren: Unsere bewährten Experten-Tipps

Die Margerite ist eine beliebte heimische Wildblume, die im Sommer Wiesen und Weiden mit ihren strahlenden Blüten schmückt. Auch in Ihrem Garten kommt diese robuste und artenreiche Pflanze hervorragend zur Geltung. Als erfahrene Gärtner teilen wir hier praxisnahe Anleitungen zum Pflanzen, Pflegen und Vermehren.

„Margerite“ bezeichnet keine einzelne Art, sondern eine Gattung mit 42 Arten, oft nach ihrem Habitat benannt – wie Gebirgs-Margerite, Fettwiesen-Margerite oder die Portugiesische Margerite. Der botanische Name Leucanthemum bedeutet „weiße Blume“ aus dem Griechischen. Die Blüten sind nicht immer weiß, sondern können auch gelb, rosa oder violett sein.

Margerite: Wichtige Merkmale

In der Natur wachsen Margeriten in malerischen Gruppen. Im Garten erzeugen sie ein beeindruckendes Bild mit Höhen von 50 cm bis 1 m – zu den größeren Wildblumen. Die Blütezeit reicht je nach Art von Mai bis August.

Die klassischen, ungefüllten Blüten versorgen Bienen, Schmetterlinge und Insekten im Sommer. Neuere Züchtungen mit gefüllten Blüten sind schön, aber weniger insektenfreundlich. Für einen Schmetterlingsgarten empfehlen wir die einfachen Formen.

Margeriten pflanzen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Margeriten sind pflegeleicht und anpassungsfähig an viele Böden, bevorzugen aber neutralen bis leicht sauren Boden an einem sonnigen, windgeschützten Standort. Halbschatten tolerieren sie gut.

Pflanzen Sie sie im Beet oder Topf, idealerweise in Gruppen (Tuffs). Kaufen Sie vorgezogene Jungpflanzen oder ziehen Sie sie selbst vor: Lichtkeimer-Saatgut nur dünn mit Erde bedecken. Ab Mai ins Freiland setzen, nach den letzten Frösten.

So pflanzen Sie richtig:

  1. Heben Sie Löcher von 20 cm Tiefe, 40 cm Abstand aus – für buschiges Wachstum essenziell.
  2. Setzen Sie die Jungpflanzen ein und drücken Sie die Erde fest an.
  3. Gießen Sie gründlich an.

Im Topf eignet sich torffreie Blumenerde (Torffreie Erde selber machen). Informieren Sie sich im Fachhandel über artenspezifische Bedürfnisse, um Fehler zu vermeiden.

Margeriten pflegen: Praktische Tipps aus der Praxis

Im Sommer reichlich gießen, in Trockenphasen bis zweimal täglich – hängende Köpfe signalisieren Durst. Staunässe vermeiden!

Gelegentlicher organischer Dünger (z. B. alle 2–3 Wochen selbstgemachte Brennnesseljauche) stärkt sie. Mehr unter: Dünger für Pflanzen: Ganz natürlich selber machen.

Ausgeblühte Blüten entfernen, um Neubildung zu fördern. Viele Arten sind mehrjährig und winterhart (z. B. Garten- oder Wiesenmargerite), überwintern freilich. Bei Frost Reisigschutz, Topfpflanzen bei 5–10 °C hell überwintern. Rückschnitt artabhängig – Fachhandel berät optimal.

Margeriten vermehren: Drei bewährte Methoden

Margeriten vermehren sich unkompliziert:

  • Über Stecklinge: Spätsommer: 15 cm Triebe abschneiden, in Anzuchterde stecken, abdecken, feucht halten. Ab Mai auspflanzen.
  • Durch Teilung: Alle 3 Jahre ausgraben, Wurzeln teilen, neu setzen – fördert Vitalität.
  • Über Saatgut: Samenkapseln ernten, trocken lagern, Frühjahr säen. Viele sortsäen sich selbst.