Die Frage, ob man Nudeln nach dem Kochen abschrecken sollte, spaltet die Gemüter. Als Pasta-Experten erklären wir, warum Sie es in den meisten Fällen besser lassen und welche cleveren Alternativen es gibt.
Abschrecken mit kaltem Wasser ist weit verbreitet, stößt bei Nudelliebhaber:innen jedoch auf Skepsis. Für optimalen Geschmack zählt die richtige Zubereitung. Beim Kochen von Nudeln beachten Sie diese bewährten Schritte:
- Wählen Sie einen großen Topf.
- Warten Sie, bis das Wasser mit geschlossenem Deckel kocht.
- Fügen Sie Salz zum kochenden Wasser hinzu und geben Sie die Nudeln hinein.
- Nehmen Sie den Deckel ab, sobald die Nudeln im Wasser sind.
- Rühren Sie gelegentlich um, um Kleben zu vermeiden.
- Passen Sie die Garzeit an Ihren Geschmack an (al dente oder weich).
- Gießen Sie die Nudeln ab.
Verzichten Sie danach meist auf Abschrecken.
Was steckt hinter dem Abschrecken?
Abschrecken bedeutet, die abgegossenen Nudeln mit kaltem Wasser zu spülen. Gründe dafür:
- Vermeidung von Kleben und Verklumpen.
- Stoppen des Kochprozesses gegen Matschigkeit.
Diese Vorteile sind real, doch Abschrecken mindert den Geschmack und die Saucebindung. Besser: Tricks nutzen, die die ideale Konsistenz erhalten.
Warum Nudeln abschrecken ein Fehler ist
Beim Kochen entsteht ein Stärkemantel, der die Pasta cremig macht und Sauce perfekt aufnimmt. Abschrecken spült diesen ab – mit fatalen Folgen:
- Die Sauce haftet schlechter.
- Die Cremigkeit geht verloren.
- Geschmack und Salz werden ausgewaschen.
- Die Pasta kühlt zu schnell aus.
Nicht abgeschreckte Nudeln kleben kurz durch Stärke, lösen sich aber mit diesen Profi-Tricks:
- Heben Sie Kochwasser auf und schwenken Sie die Nudeln darin vor dem Anrichten.
- Vermengen Sie sie wie italienische Köche direkt mit der Sauce.
Ausnahme: Kalte Gerichte
Bei kalten Speisen wie Nudelsalat abschrecken: Nudeln bleiben bissfest, kühlen schnell ab und kleben weniger. Ideal für vegetarischen Nudelsalat, veganen Nudelsalat, mediterranen Nudelsalat, Glasnudelsalat oder Kritharaki-Nudelsalat.