Essbare Kletterpflanzen liefern nicht nur köstliche Früchte, sondern dienen auch als wirksamer Sichtschutz und verschönern Garten oder Balkon. Als erfahrene Gärtner empfehlen wir diese fünf bewährten Sorten.
Das Anbauen eigener essbarer Pflanzen im Garten ist eine entspannende Hobby und belohnt mit frischen, aromareichen Früchten – ganz ohne Pestizide und lange Transportwege.
Nicht jeder hat einen großen Garten zur Verfügung. In städtischen Balkongärten kommen vertikale Lösungen wie essbare Kletterpflanzen genau richtig: Sie nutzen die Höhe optimal. Im Freiland kaschieren sie Zäune oder unschöne Ecken und schaffen einen attraktiven Grünschleier.
Essbare Kletterpflanzen: Die Brombeere
Die stachelige Brombeere, eine Rosengewächspflanze und eine der ältesten Obstsorten Mitteleuropas, klettert rankenartig empor. Stachelfreie Sorten sind ebenfalls erhältlich. In der Natur bevorzugt sie Waldlichtungen und Hecken. Als heimische Art stammen Saatgut und Jungpflanzen oft aus regionalem Anbau.
Pflanzen Sie sie sonnig: So bildet sie viele Blüten in Weiß oder Rosa – eine willkommene Nahrungsquelle für Insekten. Das ganze Jahr ist pflanzbar, in frostgefährdeten Lagen aber ab Mai ratsam, da stachelfreie Varianten empfindlich sind. Ab Ende Juli reifen die ersten saftigen Beeren.
Essbare Kletterpflanze: Mini-Kiwi
Die Mini-Kiwi ist ein echter Eyecatcher. Bei guter Pflege ernten Sie im eigenen Garten vitaminreiche Früchte, vergleichbar mit großen Kiwis. Frosthart bis -35 °C je nach Sorte.
Ursprünglich aus Ostasien, wächst sie als Liane in Wäldern. Halbschatten am Fuß, Sonne in der Krone. Nicht heimisch, Supermarktware kommt aus Australien, Neuseeland, China oder Italien. Selbst angebaut, genießen Sie jahrelang regionale Erträge.
Wählen Sie humusreichen, gleichmäßig feuchten, durchlässigen Boden. Die beerengroßen Früchte essbar mit Schale, milder und säureärmer als Standard-Kiwi.
Klein und aromatisch: Mini-Wassermelone
Praller Sonnenschein auf dem Balkon? Ideal für rankende Wassermelonen. Ziehen Sie Setzlinge selbst vor:
- 2 Samen pro Topf in Anzuchterde, sonnig im Haus. Keimung nach ca. 10 Tagen.
- Nicht vor Juni draußen, sie braucht Wärme.
- Ab Juni in große Kübel umpflanzen – Wurzeln brauchen Platz.
- Rankgitter gleich mit einbauen.
Erde nährstoffreich, locker, humusreich: Gemüseerde, Sand, Kompost mischen. Volle Sonne, warm; nicht unter 12 °C. Hellgelbe Blüten ab Juni ziehen Insekten an. Ernte im Sommer: Gelber Bodenfleck und dunkler Klopfklang signalisieren Reife.
Essbare Kletterpflanzen: Die Feuerbohne
Aus Südamerika, aber in Mitteleuropa robust: Feuerrote Blüten von Juni bis September bilden dichtes Blätterdach – perfekter Sichtschutz und Bienenfutter.
Einjährig, wächst 2–4 m hoch. Langes Bohnen (bis 25 cm) jung wie Buschbohnen ernten. Hülsenfrüchte sonnig oder halbschattig, kälteverträglich – teils zweijährig. Lehmiger, durchlässiger Boden optimal.
Gemüse als Kletterpflanze: Die „Klettergurke“
Anspruchslos und dichtwüchsig aus Ostasien. Halbschatten bis sonnig, windgeschützt.
Langsam startend, später bis 6 m. Ab Jahr 5 purpur-rosa Blüten April/Mai. Violette, gurkenförmige Früchte (10 cm, süßlich) im Herbst.
Insektenarm (kein Nektar, Pollen mäßig nutzbar). Mehr zu Insektenfreundlicher Garten: So unterstützt du die Artenvielfalt.