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Zauberglöckchen im Garten und auf dem Balkon pflanzen: So geht’s

Zauberglöckchen gelten zwar nur als „kleine Schwestern“ der Petunien, blühen aber genauso farbenfroh wie diese. Wie du die robusten Pflänzchen pflanzt und pflegst, liest du hier.

Die Blumen auf dem Titelfoto kommen dir bekannt vor, dem Begriff Zauberglöckchen bist du aber noch nicht begegnet? Das ist nicht verwunderlich, denn das Zauberglöckchen hat eine große Ähnlichkeit mit seiner großen Schwester, der Petunie. Früher wurden die beiden Blumenarten aufgrund ihrer engen Verwandtschaft sogar als eine Gattung betrachtet – das hat sich aber mittlerweile geändert.

Das Zauberglöckchen, mit lateinischem Namen Calibrachoa, wächst ausladend und krautig: In der Zeit zwischen Mai und Oktober bilden die Pflanzen eine beachtliche Blütenfülle aus. Die einzelnen Zauberglöckchen – oder auch „Mini-Petunien“ – werden je nach Sorte bis zu 50 Zentimeter hoch und 30 Zentimeter breit.

Übrigens: Wenn du deinen Garten bienen- und insektenfreundlich gestalten möchtest, ist das Zauberglöckchen eine gute Wahl. Die lange Blütezeit macht es bei Bienen und anderen Insekten beliebt, denn sie können hier monatelang Nektar sammeln.

Zauberglöckchen: Standort und Pflanzung

Kaum eine Pflanze gedeiht, wenn sie am falschen Standort wächst. Das gilt auch für das Zauberglöckchen: Suche für sie idealerweise einen sonnigen Platz mit leicht saurem, durchlässigem und humosem Boden. Die Erde sollte nicht allzu trocken sein. Im Gegensatz zu Petunien sind Zauberglöckchen recht widerstandsfähig, was Wind und Regen angeht. Wenn du keinen wind- und regengeschützten Platz findest, ist das also auch kein Problem für die Blumen.

Pflanzen kannst du Zauberglöckchen nach den Eisheiligen, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind. In der Regel ist das Mitte Mai. Gehe dabei wie folgt vor:

  1. Setze die gekauften Pflänzchen mitsamt Pflanzgefäß in Wasser, so lange du die Pflanzlöcher vorbereitest. Dafür eignet sich zum Beispiel Regenwasser.
  2. Bereite den Boden vor, indem du die Erde auflockerst und große Brocken mit den Fingern zerkleinerst. Tipp: Wenn du möchtest, kannst du die Erde mit etwas Rhododendronerde oder Kompost anreichern.
  3. Hebe dann kleine Pflanzlöcher mit einem Abstand von 20 bis 25 Zentimetern aus. Diesen Abstand solltest du auch einhalten, wenn du die Zauberglöckchen in einen Kübel pflanzt.
  4. Setze die Pflänzchen in die Löcher und fülle diese mit der ausgehobenen Erde. Drücke die Erde gut an.

Wichtig: Wenn du die Zauberglöckchen in Töpfe, Kübel oder Balkonkästen setzt, solltest du darauf achten, dass die Gefäße über Abzugslöcher verfügen. Außerdem bietet es sich an, ganz unten im Topf eine Drainage-Schicht zu legen, zum Beispiel aus grobem Kies oder Blähton.

Zauberglöckchen richtig pflegen

Damit die Zauberglöckchen üppig blühen, muss nicht nur der Standort stimmen, sondern auch die Pflege. Wenn du dich gut um die Pflanzen kümmerst, tragen sie monatelang bunte Blüten.

  • Zauberglöckchen mögen keine Trockenheit, weshalb du sie regelmäßig gießen musst. Grundsätzlich gilt: Je sonniger und wärmer sie stehen, desto häufiger brauchen sie Wasser. Am besten prüfst du täglich mit dem Finger das Substrat: Wenn sich die ersten ein bis zwei Zentimeter trocken anfühlen, kannst du gießen. Vermeide dabei aber unbedingt Staunässe. Untersetzer solltest du ein paar Minuten nach dem Gießen kontrollieren – steht Wasser darin, solltest du es ausschütten.
  • Zwischen Mai und September solltest du deinen Zauberglöckchen etwa alle zwei Wochen etwas Dünger über das Gießwasser zuführen. Dafür eignet sich zum Beispiel ein Flüssigdünger für Petunien.
  • Auch ein regelmäßiger Schnitt ist wichtig. Kürze die Ranken der Pflanzen alle paar Wochen um etwa ein Drittel – umso besser wachsen die neuen Blüten nach. 
  • Das Zauberglöckchen ist nicht frosthart, weshalb du es nicht einfach draußen überwintern lassen kannst. Die meisten Hobbygärtner verzichten darauf, die Pflanze zu überwintern, da die Aussaat sehr unkompliziert ist und im Folgejahr erneut erfolgen kann. Wenn du es trotzdem probieren möchtest, kannst du die Triebe im Spätherbst auf etwa zehn Zentimeter einkürzen und die Pflanze in einem hellen, aber kühlen Raum überwintern. Während der Überwinterung darfst du nur sparsam gießen.