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Essbares Geschirr: Der nachhaltige Weg zur Reduzierung von Einwegplastik

Essbares Geschirr: Der nachhaltige Weg zur Reduzierung von EinwegplastikDie letzten Jahre haben uns eindrücklich gelehrt, Ressourcen weise einzusetzen und Verschwendung zu minimieren. Viele Organisationen setzen nun auf nachhaltige Lösungen, um einen umweltfreundlichen Lebensstil zu fördern. Eine innovative Antwort auf das Problem des Plastikmülls ist essbares Geschirr. Ja, Sie haben richtig gelesen: Nach dem Essen können Sie Teller und Löffel einfach mitverzehren!
Die Pandemie macht Nachhaltigkeit greifbar
„Durch Corona haben die Menschen erkannt, dass eine nachhaltige Umweltschutzmaßnahme unerlässlich ist, um weitere Gefahren abzuwenden. Ein kleiner Virus hat die Welt gezeigt, wie verletzlich wir als Menschheit sind – unabhängig von Hautfarbe, Kaste, Land oder Rasse. Nur ein nachhaltiger Lebensstil kann die Lebensdauer von Mensch und Tier auf diesem Planeten sichern. Der indische Grundsatz ‚Vasudhaiva Kutumbakam‘ – die Welt ist eine Familie – hat durch die Pandemie endlich echte Relevanz erlangt“, erklärt Vinay Balakrishnan, Chairman und CEO von Thooshan. Dieses in Kerala ansässige Unternehmen produziert Teller, Tassen, Löffel, Gabeln und Take-away-Behälter aus essbarer Weizenkleie. Laut einem Bericht des Pollution Control Board erzeugt Indien jährlich rund 3,3 Millionen Tonnen Plastikmüll. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch beträgt etwa acht Gramm pro Tag. Die Behörden warnen, dass diese Zahlen durch die Pandemie steigen könnten, da Einwegmasken, Handschuhe und PSA-Kits den Abfall erhöhen.

Wie gesund ist essbares Geschirr? Während Vinay Balakrishnan Weizenkleie einsetzt, verwenden Shaila Gurudutt und Lakshmi Bheemachar Hirse für ihr Sortiment. „Unsere Produkte sind nährstoffreich und können Mangelernährung – besonders bei Kindern und in ländlichen Regionen – bekämpfen. Wir verzichten vollständig auf Chemikalien oder Konservierungsstoffe. Die Rohstoffe sind reichlich verfügbar, und wir entwickeln kostengünstige Varianten aus lokalen Zutaten. So können wir eine echte Revolution für die Massen entfachen“, betont Shaila Gurudutt, Gründerin von Edible Pro in Bangalore. Das Unternehmen stellt Löffel, Messer, Schalen und Gabeln her.

Ist es erschwinglich?
Nachhaltigkeit ist beeindruckend, doch für den Durchschnittsbürger zählt der Preis. Vinay Balakrishnan dazu: „Derzeit richten wir uns an Premium-Märkte wie Destination-Weddings, Themenhochzeiten, Luxuspartys, Filmsets, 5-Sterne-Hotels, Resorts, Kerala-Backwaters oder Bergstationen – sowie umweltbewusste Konsumenten. Dies ist ein Kampf gegen Einwegplastik. Bei Skalierung der Produktion sinken die Preise durch höhere Stückzahlen. Wir planen Kooperationen für Auftragsfertigung in ganz Indien, mit Unterstützung bei Maschinen, Technologie, Branding und Marketing. In Kerala sind Rohstoffkosten hoch; eine Expansion senkt sie spürbar, sodass es für alle erschwinglich wird.“

Besser als Holz- oder Bambusgeschirr?
Alternativen aus Holz, Bambus oder Kokosnussschalen sind günstiger, erfordern aber oft Politur oder chemische Beschichtungen. „Es gab Fälle, in denen Holzlöffel brachen und Verletzungen verursachten. Unser essbares Geschirr können sogar Tiere fressen – im Gegensatz zu vielen anderen“, erläutert Nirja V. Brahmbhatt, HR- und Marketing-Managerin bei Trishula in Gujarat.