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Englischen Landhausgarten anlegen: Tipps von Expertin Adrienne Wild

Schaffen Sie einen englischen Landhausgarten direkt vor Ihrer Haustür. Starten Sie mit den Lieblingspflanzen Ihrer Oma, rät Gartenspezialistin Adrienne Wild

Englischen Landhausgarten anlegen: Tipps von Expertin Adrienne Wild

Auch in der Vorstadt mit modernem Haus lässt sich ein authentischer Bauerngarten im Landhausstil mühelos umsetzen – lassen Sie sich von Omas Garten inspirieren.

Informalität ist entscheidend: weitläufige Rasenflächen und üppige Beete, dicht gepflanzt mit wild gemischten Pflanzen.

Im Zentrum stehen nektarreiche Stauden, die Schmetterlinge und Wildtiere anlocken. Klassiker wie Akeleien, Lupinen, Pfingstrosen, Fingerhut, Stockrosen und Dianthus (Nelken) blühen prächtig. Viele lassen sich einfach aus Samen ziehen – junge Pflanzen blühen oft innerhalb von drei Monaten.

Für einen Sammelsurium-Effekt in bestehenden Beeten streuen Sie eine Handvoll günstiger Einjähriger wie Ringelblumen, Liebe im Nebel (Nigella) und Rittersporn auf unkrautfreie Erde zwischen etablierten Pflanzen.

Drücken Sie Salatstreifen und dekoratives Gemüse zwischen die Blumen, säumen Sie das Beet mit gekräuseltem Laub von Petersilie, Majoran und kriechendem Thymian.

Altmodische Sträucher verleihen dem Garten ländlichen Charme: Philadelphia (Scheinorange), Flieder, Lavendel, Glyzinien und Rosen. Ergänzen Sie Ziergräser mit bleibenden Samenständen, die die Saison bis winterlang verlängern.

Auf der Terrasse eignen sich klassische Kübelpflanzen wie fleißige Lieschen, Pelargonien und Antirrhinum sowie Wicken. Wählen Sie duftende Sorten, etwa die purpurroten und violetten Lathyrus ‘Matucana’ und ‘Painted Lady’.

Bei begrenztem Platz wirken Flechthürdenzäune effektiv – oder installieren Sie einen „Zaun“: Spalier mit Kletterpflanzen, gewebtes Weidengitter oder Hecke.

Spalier- und Kordonobstbäume wie Birnen und Äpfel dienen als Sichtschutz. Trainieren Sie sie an gespannten Drähten oder Holzgittern.

Nichts übertrifft eine rosenumrankte Tür.

Wählen Sie dornenfreie Sorten wie 'Madame Alfred Carrière', ergänzt um Stockrosen in Weiß, Hellrosa, Rosa, Magenta und Weinrot auf 2-3 m Stielen.



Stockrosen neigen zu Rost: Nehmen Sie resistente Alcea rugosa wie ‘Antwerp Mixed’ und ‘Burgundy Towers’. Säen Sie jetzt, Blüte nächstes Jahr als Biennale.

Setzen Sie hohe Stauden wie Rittersporn hinten. Pflanzen Sie in ungeraden Gruppen ab drei, füllen Sie mit Büscheln von Lupinen und Veronica – Kontrast zu kräftigen Lilien, Hemerocallis, Pfingstrosen und Phlox.

Intensivste Farben hinten und mitte, weichere Töne vorn: So entsteht 3D-Effekt.

Vervollständigen Sie mit Standard- oder Baumrosen gleicher Sorte für Höhe, plus schwebenden Gypsophila und durchsichtiger Verbena bonariensis.

Eine Wildblumenwiese atmet pure Ruhe. Bei Platz: einheimische Gräser und Blumen. Oder streuen Sie auf formellem Rasen Mohn und Kornblumen.

Wildblumen mögen gepflegte Wiesen; pflanzen Sie Herbst-Stecklinge. Zwiebeln wie Schlangenkopfalster, Schneeglöckchen, Narzissen und ab September britische Glockenblumen.

Fügen Sie einen Blickfang hinzu: Solitärpflanze, Formschnitt, Brunnen oder Skulptur – vor dunklem Hintergrund am Pfadende.

Hecken sind typisch: Ersetzen Sie Zäune durch ungezähmte Mischungen aus Weißdorn, Heckenrose und Schlehe.

In windigen Lagen schützen Hecken besser, fangen Düfte ein und bieten Wildtieren Schutz.

Lassen Sie Kletterer wie Clematis über Bögen und Spalier wuchern.

Wege in Fischgrätmuster aus Pflaster, Kies oder farbigen Zuschlagstoffen.



Ein Landhausgarten umarmt das Haus: Bedecken Sie Wände mit Glyzinien, Geißblatt, Jasmin, Kletterrosen wie ‘Albertine’ und Efeu als Nistplatz.

Pflanzen mit Samen und Beeren nähren Vögel in mageren Monaten. Bieten Sie Wildtieren Nahrung, Unterschlupf und Nistmaterial in umweltfreundlichen Gärten.