Studien belegen: Gartenarbeit verbessert das Wohlbefinden und reduziert Isolation

Ob du im Frühling den Duft von Flieder und Freesien genießt oder im Winter die leuchtend roten Beeren deines Stechpalmenbuschs bewunderst – die Schönheit eines gepflegten Gartens begeistert immer.
Neben den offensichtlichen ästhetischen Reizen gibt es triftige gesundheitliche Gründe, warum wir Pflanzen pflegen und Blumen gießen. Als Experten für Garten- und Gesundheitsthemen wissen wir: Ein grüner Daumen wirkt Wunder für Körper und Psyche.
Gartenarbeit fördert nicht nur die körperliche Fitness, sondern schafft auch eine sichere Umgebung für die Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen.
Die britische Wohltätigkeitsorganisation Thrive, führend in therapeutischem Gartenbau, listet auf ihrer Website überzeugende Ergebnisse auf:
- Bessere körperliche Gesundheit durch Bewegung und Muskeltraining zur Steigerung der Mobilität
- Verbesserte psychische Gesundheit durch Erreichen von Zielen und Erfolgen
- Soziale Vernetzung, die Isolation und Ausgrenzung mindert
- Neue Fähigkeiten, die Beschäftigungschancen verbessern
Thrive bietet therapeutische Gartenbausitzungen landesweit an, u. a. in London, Birmingham und Gateshead.
Die Studie „Ecotherapy: The Green Agenda For Mental Health“ von Mind untermauert diese Erkenntnisse. 108 Befragte zu grünen Aktivitäten wie Gartenprojekten und Naturschutz berichteten:
94 % spürten eine deutliche Steigerung von Selbstwertgefühl und Lebensqualität.
Alan Gardner, diagnostiziert mit Asperger-Syndrom, baute darauf eine beeindruckende Karriere auf. Er gestaltete über 40 Ausstellungen für die Chelsea Flower Show, holte Goldmedaillen in Tatton Park und brillierte in der Channel-4-Sendung „The Autistic Gardener“.
In vier Folgen leitete er eine Gruppe autistischer Amateure an, ungeliebte Gärten zu Meisterwerken zu wandeln.
„Wir nahmen fünf Auszubildende und drehten eine Gartenumgestaltungsserie, um zu zeigen, wie sie das schaffen“, erklärt er. „Ihre Fähigkeit, Dinge dreidimensional zu visualisieren, macht sie zu Künstlern.“