Alpenpflanzen bereichern seit Langem Miniaturlandschaften und erleben ein starkes Comeback, wie Expertin Adrienne Wild betont.

Die meisten Alpenliebhaber kultivieren diese Miniatur-Bergpflanzen in Steingärten, die ihre natürlichen Habitate nachahmen. Seit den 1980er Jahren galten Steingärten bei vielen Gärtnern als pingelig und altmodisch. Doch mit schrumpfenden Gärten lohnt ein frischer Blick auf diesen Klassiker – lassen Sie sich von alpinen Landschaften inspirieren.
Mit der richtigen Planung und Kreativität wird Ihr Steingarten zum Highlight. Wählen Sie einen sonnigen, frei drainierenden Standort, idealerweise nach Süden oder Westen, fern von überhängenden Bäumen. Ein Hang eignet sich perfekt für dramatische Effekte.
Verwenden Sie regionalen Stein oder porösen Kalkstein/Sandstein, die mit der Zeit natürliche Formen annehmen. Suchen Sie flache, grob geformte Brocken – am besten große, da kleine die Wirkung mindern und den Hügel wie einen Plumpudding wirken lassen.
Beim Bau starten Sie mit einer unregelmäßigen Linie aus den größten Steinen. Achten Sie darauf, dass Schichten und Körnung einheitlich wirken. Große Felsen halb im Boden versenken und mit grobkörnigem Kompost umgeben. Lassen Sie Lücken zum Pflanzen, inklusive geschützter Nischen für empfindliche Arten.
Beliebte Alpenblumen aus Gartencentern: Primeln, Thymian, Steinbrech, Pulsatilla, Sedums, Campanulas und die zierliche Dianthus deltoides. Strauchige Varianten wie Daphne alpina oder Hebe buchananii sorgen für Höhe.
Zwergpflanzen wie Miniatur-Lauchzwiebeln, der graugrüne Juniperus communis 'Compressa', sonnenliebende Helianthemen mit zerknitterten Blüten in Rosa, Gelb und Weiß halten den Garten ganzjährig farbenfroh.
Arrangieren Sie größer hinten, kleiner vorne. Nach dem Pflanzen mit Splitt oder Kies bedecken – das verhindert Schlammspülung und Fäulnis.
Alpenpflanzen ohne Steingarten: In Waschbecken, Trögen auf Terrassen, Hochbeeten oder Trockenmauern. Kaskadierende wie Arabis, Aubrieta oder Phlox stolonifera eignen sich für Mauerspalten.
Polsterpflanzen wie Steinbrech, Nelken und Sommerblumen beleben Kiesbeete und verwandeln langweilige Pflasterflächen.
Inspiriert von Geröllhalden: Flüsse aus Kopfsteinpflaster mit Felsbrocken und Pflanzen wie Steinbrech, Lewisias, Sedum. Für Terrassen: Kanten weich zeichnen, Platten entfernen, mit Kompost und Splitt vorbereiten. Bei Kalkboden kalkliebende Arten wählen.
Miniaturlandschaften in Waschbecken/Trögen auf Steinpfeilern. Alternativen: Holzkisten, Tischberge auf Ziegeln oder flache Terrakottatöpfe mit Sand und Steinen. Moderner Touch: Bunte Schalen mit farbigem Splitt oder Zinkgefäße mit silberfarbenen Pflanzen wie Saxifraga aizoon, Artemisia, Helichrysum.
Behälter brauchen Drainage: Halb Splitt, halb torffreie Erde.
Kinder mit einbeziehen: Feentöpfe aus Scherben mit Waldpflanzen wie Anemonen, Cyclamen hederifolium und Primeln.