In Zeiten der anhaltenden Faszination für elegante Räume mit zurückhaltenden Farbpaletten ist Textur entscheidend, um Tiefe und Charakter zu schaffen.
Textur in der Innenarchitektur ist eine echte Kunst. Die renommierten Innenarchitekten von Albion Nord (öffnet in neuem Tab) teilen ihr fundiertes Wissen zur geschickten Integration von Texturen im gesamten Haus – für einen zeitlosen, luxuriösen Look.
Ottalie Stride und Kreativdirektorin Camilla Clarke, mit jahrelanger Expertise bei Albion Nord, verraten ihre Favoriten unter den Texturen, gängige Fehlerfallen und kontroverse Ansichten zum Thema.
1. Muster in ruhigen Räumen durch Textur ersetzen

„Wir kombinieren Texturen und Materialien in unseren Projekten, um Schichten von Interesse zu erzeugen. So wirken Räume einladend und gemütlich“, erklärt Ottalie Stride. „Natürliche Materialien wie Eiche, Leinen, Wolle, Seide und Sisal verleihen Wärme und Tiefe. Der Kontrast zwischen ihnen erfreut das Auge und verhindert Monotonie.“
Neutrale Raumkonzepte sind ein Markenzeichen von Albion Nord.
„Farben sollten natürlich wirken, um Ruhe zu schaffen. Wir setzen auf erdige, zeitlose Neutrale und ersetzen Muster oft durch Texturen – für subtile Vielfalt“, ergänzt sie.
2. Natürliche Materialien wählen, die elegant altern

„Sisal und Abaca“, empfiehlt Ottalie. „Diese langlebigen Naturfasern passen perfekt in moderne und klassische Häuser. Sie bringen Struktur und Wärme. Abaca aus Bananenpflanzen ist robust und webt sich zu faszinierender Textur und Muster.“
„Natur- und Pippy-Eiche dazu: Die Maserung schafft Bewegung und Charakter, ideal mit Metall oder Stein kombiniert.“
„Leinen dient als Leinwand des Raums. Seine weichen, haltbaren Eigenschaften eignen sich hervorragend für Sofas und Vorhänge – der ideale Hintergrund für Farbe und Muster.“
„Samt in intensiven Juwelentönen für Luxus“, schwärmt Camilla Clarke zu Samtdekorideen – eine elegante Ergänzung.
Albion Nord setzt konsequent auf natürliche und nachhaltige Stoffe. „Wir priorisieren Leinen, Leder, Wolle, Holz, Gips und Stein. In den letzten Jahren haben wir unsere Materialwahl bewusst umweltfreundlich gestaltet“, sagt Ottalie.
„Weniger Materialvielfalt vereinheitlicht das Schema. Natürliche Stoffe altern graceful mit ihrer Umgebung – wie eine gute Jeans.“
3. Texturvielfalt als Erfolgsrezept

„Fehlende Texturvielfalt ist ein Klassiker unter Fehlern“, warnt Camilla. „Balance und Kontrast sind essenziell – besonders in neutralen Paletten. Berücksichtigen Sie den Tastsinn: Nicht alles sollte gleich aussehen oder sich anfühlen.“
Beim Dekorieren mit neutralen Farben wählen Sie multisensorische Stücke. Flaumiges Leinen oder lockere Wolle steigern visuelles und haptisches Interesse.
„Mischen Sie ergänzende Texturen: Alt mit Neu, Hart mit Weich. Ein Kalkstein-Kamin profitiert von Jute-Teppich und Geigenblatt-Feige davor.“
4. Kontrastierende Texturen für Spannung

„Textur ist so wichtig wie Farbe und Muster“, rät Camilla. Behandeln Sie sie gleichwertig, um Tiefe zu schaffen.
„Flaches Design ist tabu. Texturen regen Sinne an: Mischen Sie Leinen mit Samt, Leder mit Wolle.“
5. Wänden und Decken Textur verleihen

Textur geht über Möbel hinaus: Stoffwände, Ideen für strukturierte Wände oder Hinzufügen von Textur zur Decke, wie Camilla empfiehlt.
„Texturierte Leinentapeten machen gemütlich. Im Schlafzimmer sorgen Leinenbettwäsche und Samtkissen für Luxus.“
6. Glänzende Materialien meiden

„Glänzendes, Metallisches oder Glitzerndes vermeiden wir“, sagt Ottalie. „Stattdessen lenken wir Licht mit Samt, antiken Spiegeln, Stein, antikem Messing oder Nickel.“