Bei der Gestaltung von Küchen oder Bädern können Metalloberflächen ein Highlight im Materialmix darstellen. Statt bei einem einzigen Metall zu bleiben, wertet das geschickte Mischen den Raum enorm auf – vorausgesetzt, es wird richtig gemacht.
Das erfolgreiche Kombinieren von Metallen unterscheidet einen durchdachten, luxuriösen Look von einem chaotischen Durcheinander, sei es bei Küchenrückwänden, Griffelementen, Wasserhähnen oder Seifenhaltern. Unsere Expert:innen aus dem Innendesign teilen bewährte Strategien, wie Sie Metalle optimal paaren und den Stil Ihres Raums auf ein neues Level heben.
Metalle professionell mischen
Das Mischen von Metallen erfordert ähnlich wie das Kombinieren von Mustern ein Gespür für Oberflächen, Farbtöne und Glanzgrade. „Verschiedene Metalle haben oft unterschiedliche Texturen und Bürstungen – erstellen Sie ein Moodboard mit Ihren Materialien, um Konflikte zu vermeiden“, rät Richard Atkins, Geschäftsführer von DesignSpace London (öffnet in neuem Tab).
„Metall lässt sich vielseitig einsetzen: auf Schränken, als Spritzschutz oder als Akzent an Frühstückstheken. Kombinieren Sie es mit Holz, Marmor oder Terrazzo, um industrielle Effekte abzumildern und einen vielschichtigen Look zu erzeugen“, ergänzt er.
Lucy Pascall, Direktorin von Pushka Home (öffnet in neuem Tab), betont die Planung: „Moodboards oder Pinterest-Boards helfen, Ihre Vision zu visualisieren. Bestellen Sie Muster, damit alles harmoniert.“
1. Ein dominantes Metall als Basis wählen

Wählen Sie zunächst ein Hauptmetall für große Flächen wie Rückwände, dann ergänzen Sie mit Akzentmetallen auf kleineren Bereichen. „Berücksichtigen Sie Funktion und Ästhetik“, rät Alex Main, Direktor von The Main Company (öffnet in neuem Tab). „Rustikale Küchen profitieren von Kupfer und Eisen, moderne von ähnlichen Tönen in Messing oder Stahl – integriert in Griffe, Leuchten oder Arbeitsplatten.“
Lucy Pascall fügt hinzu: „Messingvarianten passen je nach Farbschema. Planen Sie Griffe passend zu Armaturen und Oberflächen.“
2. Zwei Metalle für perfektes Gleichgewicht

Halten Sie es bei maximal zwei Metallen, um Überladung zu vermeiden. „Ähnliche Farbtöne sorgen für Kohärenz“, sagt Alex Main. „Warme Töne wie Kupfer und Gold mildern dunkle Schemata ab, kühle wie Chrom passen zu minimalistischen Designs.“
Paul McFadyen von metals4U (öffnet in neuem Tab) empfiehlt: „Zwei Metalle reichen: Das dominante (ca. 70 %) bildet den Anker. Ein drittes nur sparsam als Akzent, z. B. in der Beleuchtung.“
3. Passende Metalle gezielt kombinieren

Kombinieren Sie Kontraste für Dynamik: „Messing, Bronze und dunkle Metalle boomen als Alternative zu Edelstahl“, sagt Richard Atkins. Für dezente Looks: „Aluminium ist hygienisch und vielseitig, ideal mit Holz in Landhaus-Stilen“, ergänzt Nikhita Sejpal von AluSplash (öffnet in neuem Tab).
Testen Sie Proben im Raumlicht nebeneinander.
4. Metalle zur Raumzonierung nutzen

Metalle definieren Zonen wie Farben. „Funktionsgleiche Elemente (z. B. Armaturen) im gleichen Finish halten Einheit“, rät Paul McFadyen. „Wählen Sie bürstierte Oberflächen für stark genutzte Bereiche – weniger Pflegeaufwand“, empfiehlt Alex Main.
Wie viele Metalle dürfen es sein?
Optimal: Zwei. Mehr wirkt überladen und mindert den Luxus-Effekt.
Ist Metalle mischen kitschig?
Heute ist es etabliert und elegant. „Bei passender Auswahl entsteht Tiefe“, sagt Jennifer Ebert von Homes & Gardens. „Testen Sie Proben bei Tages- und Kunstlicht.“