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Rauhfaser tapezieren: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Rauhfaser ist einer der beliebtesten Tapeten in Deutschland. In dieser Anleitung erklären wir dir, wie du deine Wände mit Raufaser tapezieren kannst.

Wände vorbereiten

So bereitest du deine Wände vor:

  1. Zunächst solltest du ermitteln, wie viel Tapete du benötigst. Miss die Höhe und Breite jeder Wand. Die Höhe der Wand entspricht der Länge der einzelnen Bahnen. Addiere etwa zehn Zentimeter pro Bahn, um etwas Spielraum zu haben. Denke daran, dass bei Schrägen oder Fenstern etwas Verschnitt entsteht. Plane also etwas mehr Tapete ein.
  2. Entferne alle Möbel aus dem Zimmer und decke den Boden mit Malervlies (gibt es bei **Amazon) und Kreppband (gibt es bei **Memolife) ab. Sperrige Möbel stellst du in der Raummitte zusammen und überdeckst sie mit Malervlies.
  3. Entferne Staub und Schmutz von den Wänden (mit einem Staubsauger oder einem Kehrbesen) und verspachtele Löcher in der Wand.
  4. Schraube sämtliche Verkleidungen von Steckdosen und Lichtschaltern ab und stelle die Sicherungen aus.
  5. Falls vorhanden, entferne die alte Tapete.

Rauhfaser tapezieren

Nun kannst du die Tapete anbringen:

  1. Es gibt speziellen Kleister für Rauhfasertapeten. Diesen findest du im Baumarkt oder im Internet. Auf der Verpackung steht das angemessene Mischverhältnis. Fülle einen großen Eimer mit kaltem Wasser. Gib dann unter ständigem Rühren den Kleister hinzu. Bevor du mit dem Tapezieren anfängst, solltest du noch einmal kräftig umrühren.
  2. Schneide die Tapeten je nach deiner Wandhöhe zu, lege sie auf den Tapeziertisch und schmiere die Rückseite kräftig mit Kleister ein. Dazu verwendest du ein Kleistergerät (gibt es im Baumarkt oder auf **Amazon) oder einen Malerquast. Lasse die eingekleisterten Bahnen etwa 15 Minuten liegen, damit der Kleister einziehen kann.
  3. Zeichne mit einer Wasserwaage oder einem Zollstock eine gerade Linie auf die Wand, an der sich die erste Bahn (und somit alle weiteren) orientiert.
  4. Beginne mit dem Tapezieren an der lichtstärksten Wand im Raum. Meistens ist diese in Fensternähe. Durch den Lichteinfall verringert sich der Schattenwurf, etwaige Ungenauigkeiten beim Kleben fallen somit weniger auf.
  5. Bringe die Tapete mittels leichtem Druck an. Am besten suchst du dir für diesen Teil einen Helfer, da man die Bahnen mit vier Händen besser halten kann. Beginne, die Tapete oben anzudrücken und arbeite dich nach unten vor. Anschließend streichst du die Tapete mit einer Malerbürste glatt, um Luftblasen zu entfernen.
  6. Sobald die Tapete an der Wand klebt, entfernst du die überstehenden Enden mit einem Abstreichholz (gibt es im Baumarkt oder bei **Amazon). Diesen drückst du an das Ende der Kante und ziehst die überstehenden Enden vorsichtig ab.
  7. Über Steckdosen und Lichtschalter tapezierst du zunächst drüber und schneidest anschließend mit einem Tapetenmesser ein entsprechendes Loch aus.
  8. Lasse die Tapete mindestens zwölf Stunden trocknen, bevor du sie streichst.

Die richtige Rauhfasertapete finden

Bei der Auswahl deiner neuen Tapete solltest du etwas Zeit in die Recherche investieren. Einige Tapeten können gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Das Siegel Der Blaue Engel hilft herauszufinden, welche Tapeten ohne chemische Zusätze produziert wurden. Tapeten mit dem Blauer-Engel-Zertifikat werden außerdem ressourcenschonend und überwiegend aus Altpapier hergestellt.