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Winterportulak: Anbau und Pflege des Wintergemüses

Winterportulak ist einer der wenigen Salate, die auch in der kalten Jahreszeit wachsen. Du kannst ihn bis in den März hinein säen. Was es bei Anbau und Pflege zu beachten gibt, erfährst du hier.

Winterportulak, auch als (Winter-)Postelein, Gewöhnliches Tellerkraut und Winterspinat bekannt, ist ein gesundes Wintergemüse, das zu den Quellkrautgewächsen gehört und ursprünglich aus Nordamerika stammt. Die Pflanze wächst in Büscheln aus dunkelgrünen Blättern und bildet weiße oder rosafarbene Blüten aus. Da Winterportulak winterhart ist, gehört er zu den wenigen Salaten, die sich auch während der kalten Jahreszeit anbauen lassen.

Winterportulak versorgt uns unter anderem mit Vitamin C, Magnesium und Eisen. Die jungen Blätter des Gemüses kannst du als Salat zubereiten, denn sie sind zart und bringen ein leicht nussiges, aber frisches Aroma auf den Teller, das an Feldsalat erinnert. Ältere, schon etwas härtere Blätter schmecken gut, wenn du sie wie Spinat kurz dünstest.

Nicht immer galt Winterportulak als ein so nahrhaftes und leckeres Wintergemüse. Lange Zeit wurde er als widerspenstiges „Unkraut“ bekämpft, da er stark und kriechend wächst. Seine Widerstandsfähigkeit und die vielen Vitamine und Mineralstoffe machen den Winterportulak aber zu einem wertvollen Nährstofflieferanten im Winter.

Der Anbau ist recht unkompliziert, denn Winterportulak ist anspruchslos und kommt sehr gut mit wenig Wintersonne aus. Die Pflanze ist frosthart und nimmt auch bei hohen Minustemperaturen keinen Schaden. Du kannst Winterportulak bis in den März hinein in die Erde bringen.

Winterportulak anbauen: Standort, Zeitpunkt und Aussaat

Standort im Freiland

Winterportulak hat einen starken, kriechenden, bis zu 30 Zentimeter hohen Wuchs. Er eignet sich daher ideal als Bodendecker. Da er ohne viel Sonne auskommt, gedeiht er auch an (halb-)schattigen Stellen. So kannst du Winterportulak gut zur Begrünung von Flächen unter Bäumen nutzen. Das Wintergemüse hat keine hohen Ansprüche an den Boden, feinkrümelige Erde ist aber am besten.

Hochbeet, Gewächshaus und Balkonkasten

Bei strengeren Frösten solltest du Winterportulak im Freiland mit einem Vlies schützen. Alternativ kannst du ihn aber auch im Gewächshaus anbauen, wo die Temperaturen stabiler sind, oder in Hochbeeten, die du ebenfalls mit einem Vlies abdeckst. Sogar in Balkonkästen kannst du Winterportulak anbauen.

Zeitpunkt

Winterportulak keimt nur bei unter 12 Grad Celsius. Je nach Witterung kannst du Winterportulak daher ab September und bis hinein in den März aussäen.

Anbau 

Winterportulak anzubauen ist sehr einfach:

  1. Entferne das Unkraut und lockere die Erde etwas auf.
  2. Säe die Samen entweder in Reihen (im Abstand von 40 Zentimetern) oder breitflächig aus.
  3. Setze die Samen dabei etwa einen Zentimeter tief in die Erde.
  4. Bedecke die Saat mit einer dünnen Schicht Erde und gieße sie kräftig an.

Winterportulak pflegen und ernten

Auch was die Pflege betrifft, ist Winterportulak nicht anspruchsvoll: Er benötigt keinen Dünger, allerdings sollte die Erde nicht komplett austrocknen. Entferne auch möglicherweise nachwachsendes Unkraut.

Nach sechs bis acht Wochen kannst du den Winterportulak ernten. Die Pflanze sollte dann etwa fingerhoch sein. Schneide die Blätter nicht zu nah am Boden ab, damit das Gemüse nachwachsen kann. Wenn es kälter als vier Grad Celsius wird, legt der Winterportulak zwar eine Wachstumspause ein, gedeiht aber weiter, sobald die Temperaturen wieder steigen. So kannst du bis in das Frühjahr hinein ernten.

Den geernteten Winterportulak kannst du im Kühlschrank bis zu sechs Tage aufbewahren, wenn du die Blätter in einer Schüssel unter einem feuchten Küchentuch lagerst.

Erst wenn der Winterportulak zu blühen beginnt, ist die Erntezeit vorbei. Indem du die Blüten vorzeitig entfernst, kannst du eine unkontrollierte Verbreitung des wuchernden Gemüses verhindern.