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Kork richtig entsorgen und recyceln: Experten-Tipps für Nachhaltigkeit

Kork ist ein hochwertiges Naturmaterial, das nicht in den Restmüll gehört. Als Experten für nachhaltiges Recycling zeigen wir Ihnen, wie Sie Kork richtig verarbeiten und das vielseitige Produkt umweltfreundlich nutzen.

Kork ist extrem vielseitig: Als Flaschenkorken bekannt, überzeugt es durch wasserabweisende Eigenschaften, schlechte Brennbarkeit, hohe Elastizität und minimale Wärmeleitfähigkeit. Es eignet sich als Dämmstoff und hält Temperaturen von -200 bis +120 Grad Celsius stand.

Kein Wunder, dass Kork in Sandalen ebenso wie in Raumschiffen Verwendung findet. Im Folgenden erklären wir, wie Sie es korrekt entsorgen.

Recyceln statt entsorgen: So sparen Sie Ressourcen

Naturkork passt weder in die gelbe Tonne, den Biomüll noch den Restmüll. Dieses langlebige Naturprodukt braucht Jahrzehnte zur Herstellung und kann ebenso lange genutzt werden. Recyceln Sie es – es ist kinderleicht. Viele wissen jedoch nicht, wie.

Das Recycling von Kork gelingt so: Sammeln Sie Flaschenkorken oder anderen Naturkork an einem luftigen Ort, z. B. in einem großen Glas ohne Deckel. So vermeiden Sie Schimmel durch Weinreste.

Annahmestellen gibt es reichlich: In Recyclinghöfen, an Schulen, Gemeindezentren, Vereinen, Supermärkten, Drogerien, Getränkemärkten oder Weinhandlungen. Die Korken werden oft zu Dämmgranulat für Baumaterialien verarbeitet. Der NABU finanziert mit seiner KORKampagne Naturschutz in Spanien: Gesammelte Korken dienen als Dämmstoff für Wände oder Unterlage für Kunstrasen statt Gummimatten. Die bayerische Schuhmarke Doghammer** recycelt Korken sogar zu neuem Schuhwerk.

Kork: Herkunft und nachhaltige Produktion

Korkeichen gedeihen hauptsächlich am Mittelmeer, etwa in Süd-Portugal und Süd-Spanien. Die Rinde schützt vor Wasserverlust im subtropischen Klima. Es dauert bis zu 25 Jahre, bis genug Rinde für die Ernte wächst – ohne den Baum zu fällen. Für Flaschenkorken braucht es 50 Jahre, bis die Rinde fest genug ist; nach zehn Jahren folgt die nächste Ernte.

Dieser Prozess lohnt sich: Kork ist strapazierfähig und nachhaltig. Als nachwachsender Rohstoff beherbergt er bedrohte Arten. Regelmäßig geerntete Eichen binden über dreimal so viel CO₂ wie ungenutzte.

Kork ist vollständig recycelbar: Meist wird es zu Dämmgranulat für Wände und Böden im Hausbau. Korkmehl ergibt Leichtlehmputz für Restaurierungen.

Tipp: Viele Materialien wie Kaffeesatz verdienen ähnliche Behandlung. Lesen Sie dazu „7 Tipps für Kaffeesatz – viel zu wertvoll zum Wegwerfen“.