Forsythien, die leuchtend gelben Frühblüler auch als Goldglöckchen oder Goldregen bekannt, sind pflegeleicht und beliebt. Aus unserer langjährigen Gärtnerei-Erfahrung wissen wir: Sie lassen sich kinderleicht vermehren, da die Triebe rasch wurzeln. Hier die bewährtesten Methoden.
Die gängigsten Wege: Stecklinge, Steckholz, Absenker oder seltener Samen. Wir erklären Schritt für Schritt, was Sie beachten sollten.
Forsythie vermehren mit Stecklingen
Stecklinge sind die einfachste und schnellste Methode – Forsythien wurzeln zuverlässig.
- Optimaler Zeitpunkt: Juli, nach starkem Wachstum.
- Schneiden Sie 20 cm lange Triebe ab: Unterteil leicht verholzt, Blätter und Blüten entfernen.
- Setzen Sie sie in Töpfe oder Freiland, ein Drittel eingeerdet.
- Neue Wurzeln bilden sich in Wochen – erkennbar am beschleunigten Wachstum.
- Feucht halten, aber nicht überschwemmen.
- Nach einem Jahr ins Freiland umpflanzen.
Forsythie mit Steckholz vermehren
Steckholz ist eine Variante für die kalte Saison.
- Zeitpunkt: Dezember bis Februar.
- Einjährige, blattfreie Triebe abschneiden.
- In 15 cm Stücke teilen, schräg unter Knospen schneiden für bessere Wasseraufnahme.
- 5 cm über Erde einpflanzen.
- Regelmäßig gießen, Staunässe vermeiden.
- Nach einem Jahr auspflanzen.
Tipp: Zweige aus Ostersträußen wurzeln oft in der Vase – einfach einpflanzen!
Forsythie durch Absenker vermehren
Ideal für natürliche Vermehrung direkt am Standort.
- Rille neben der Mutterpflanze ziehen.
- Ast wählen, der sich biegen lässt; mehrmals einritzen.
- In Rille fixieren (Stein oder Hering), mit Erde bedecken – Spitze frei lassen.
- Frühjahr: Trennen und umpflanzen.
Forsythie mit Samen vermehren
Selten empfehlenswert: Die meisten Sorten sind Hybride ohne Samenproduktion, unattraktiv für Bienen. Wählen Sie stattdessen bienenfreundliche Alternativen für Ökosystem und Garten.