Das Vermehren von Johannisbeeren ist unkompliziert und lohnenswert. Wir zeigen Ihnen die drei besten Methoden sowie wichtige Tipps für optimalen Erfolg.
Johannisbeersträucher benötigen wenig Platz, liefern reichlich gesunde Beeren und sind pflegeleicht. Bei guter Betreuung minimieren Sie Probleme mit Krankheiten oder Schädlingen.
Folgende Sorten eignen sich hervorragend zur Vermehrung:
- Rote Johannisbeere (R. rubrum)
- Schwarze Johannisbeere (bot. R. nigrum)
- Berg-Johannisbeere (bot. R. sanguineum)
- Gold-Johannisbeere (bot. R. aureum)
Johannisbeeren-Ableger einpflanzen
Im Frühjahr vermehren Sie Johannisbeeren zuverlässig mit Ablegern.
- Wählen Sie einjährige, verholzte Triebe mit mehreren Knospen. Schneiden Sie sie bleistiftlang und schräg von der Mutterpflanze ab.
- Setzen Sie die Ableger so tief in die Erde, dass nur 2–3 Knospen herausschauen.
- Befeuchten Sie den Boden gründlich.
- Danach ist Pflege entscheidend: Johannisbeeren brauchen viel Wasser. Prüfen Sie regelmäßig die Bodenfeuchte und gießen Sie bei Trockenheit. Weitere Pflegetipps lesen Sie hier: Johannisbeeren pflanzen: So baust du sie richtig an.
Tipp: Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort – Johannisbeeren mögen Wärme, aber keine Dauerhitze.
Johannisbeeren durch Abriss vermehren
Frische Bodentriebe eignen sich ideal für die Vermehrung durch Abriss – optimal im Frühjahr.
- Heben Sie die Triebe mit möglichst vielen Wurzeln vorsichtig aus.
- Pflanzen Sie sie in Töpfe mit Pflanzenerde und halten Sie den Boden feucht.
- Bei kräftiger Wurzelbildung umpflanzen Sie sie in den Garten.
Johannisbeeren mit Stecklingen vermehren
Stecklinge gelten als besonders effektive Methode. Verwenden Sie einjährige Triebe mit gesunden Knospen, idealerweise im Herbst nach dem Laubfall oder Frühjahr.
- Schneiden Sie den Trieb in 10–20 cm lange Stücke.
- Füllen Sie Töpfe gleichmäßig mit Erde und Sand. Stecken Sie die Stecklinge so ein, dass 2/3 in der Erde sind.
- Stellen Sie die Töpfe halbschattig und feucht – gute Feuchtigkeitsspeicherung ist essenziell.
- Gießen Sie regelmäßig, lassen Sie die Erde nicht austrocknen.
- Bei Wurzelbildung umpflanzen, Abstand 20–30 cm.