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Mangokern einpflanzen: So ziehen Sie ein Mangobäumchen erfolgreich in 4 Schritten

Mangos sind faszinierende Tropenfrüchte. Aus einem frischen Mangokern können Sie mit etwas Geduld ein dekoratives Bäumchen ziehen – sogar bei Ihnen zu Hause. Als erfahrene Gärtner teilen wir bewährte Tipps für optimalen Erfolg.

Wichtig vorab: Ihr selbst gezogenes Mangobäumchen trägt leider keine saftigen Früchte. Die Temperaturen in Mitteleuropa reichen nicht an die tropischen Ursprünge heran. Dafür wird es ein toller, grüner Blickfang in Zimmer, Balkon oder Garten.

Nicht jeder Mangokern eignet sich zum Selberziehen. Supermarkt-Mangos werden unreif geerntet, kühl transportiert und oft mit keimhemmenden Mitteln behandelt, was die Keimfähigkeit mindert. Wählen Sie stattdessen einen Kern einer Bio-Mango – ökologischer Anbau verzichtet auf solche Behandlungen.

Achten Sie auf kleinwüchsige Sorten, da manche bis 45 Meter hoch werden und Kronen bis 35 Meter Durchmesser bilden. Hierzulande bleiben sie kleiner, brauchen aber Platz. Empfehlenswerte kleinwüchsige Mangosorten:

  • Cogshall
  • Carrie
  • Keitt
  • Nam Doc Mai
  • Palmer
  • Irwin
  • King Thai
  • Sensation

Cogshall und Carrie finden Sie am ehesten. Sie eignen sich perfekt für Kübelkultur und erreichen etwa 2,5 bis 3 Meter Höhe.

Tipp: Vermeiden Sie Flugmangos wegen ihres hohen CO2-Fußabdrucks. Schiffstransport ist energieärmer, verbraucht aber immer noch Ressourcen.

Schritt 1: Kern vom Fruchtfleisch befreien

Bereiten Sie den Kern sorgfältig vor:

  • Schälen Sie die Mango mit einem scharfen Messer und schneiden Sie das Fruchtfleisch großzügig um die Kernhülse herum ab.
  • Vermeiden Sie Beschädigungen der Hülse.
  • Lassen Sie den Kern antrocknen, reiben Sie ihn mit einem Tuch ab oder bürsten Sie ihn mit einer Wurzelbürste sauber. Er muss rückstandsfrei sein.

Schritt 2: Samen aus der Hülse lösen

Öffnen Sie die Kernhülse, um den Samen zu entnehmen:

  • Schneiden Sie von der Spitze über die Seite ein und hebeln Sie die Hülse auf.
  • Darin liegt der Samen – eine flache Bohne.
  • Keimfähig: braun, hellgrün oder weißlich-grün.
  • Nicht verwenden: grau und verschrumpelt.

Schritt 3: Samen zur Keimung vorbereiten

Regen Sie die Keimung mit einer der zwei bewährten Methoden an.

Methode 1 – Einweichen:

  • Ritzen Sie den Samen leicht ein.
  • Weichen Sie ihn 24 Stunden in Wasser ein.
  • Wickeln Sie ihn in ein feuchtes Küchentuch, legen Sie es in einen Gefrierbeutel.
  • Lassen Sie es 1–2 Wochen warm keimen – Wurzel und Keimling sollten erscheinen.

Methode 2 – Trocknen:

  • Trocknen Sie den Samen mit einem sauberen Tuch.
  • Legen Sie ihn 3 Wochen sonnig und warm.
  • Drücken Sie vorsichtig auf, ohne zu zerbrechen.
  • Weitere Woche trocknen lassen.

Schritt 4: Samen einpflanzen

Pflanzen Sie den gekeimten Samen aus:

  • Wählen Sie einen Kùbel ab 40 cm Durchmesser mit Drainagelöchern, idealerweise aus Ton.
  • Mischen Sie Kùbelpflanzenerde mit reifem Kompost.
  • Setzen Sie den Samen ca. 20 cm tief ein: Keim nach oben, Wurzel nach unten.
  • Bedecken Sie mit torffreier Erde, Keim bleibt sichtbar. Schützen Sie damit die Moore.
  • Gießen Sie durch und halten Sie die Erde 4–6 Wochen feucht.
  • Der Keimling erscheint. Bei Durchwurzelung umpflanzen.