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Sellerie im Garten pflanzen: Expertenanleitung für Knollen- und Stangensellerie

Sellerie aus eigenem Anbau schmeckt unschlagbar frisch und aromatisch. Ob Knollen- oder Stangensellerie: Mit den richtigen Tipps gedeiht diese vielseitige Pflanze problemlos in Ihrem Garten. Als passionierte Gärtner teilen wir hier bewährte Praxiswissen.

Bevor Sie loslegen, klären Sie, welche Sellerieart Sie wählen: Beide stammen vom Wildsellerie ab, unterscheiden sich jedoch in Wuchs, Form, Farbe und Geschmack. Die gängigsten Varianten sind:

  • Knollensellerie
  • Stangensellerie (auch Staudensellerie)

Blattsellerie dient vor allem als Küchenkraut. In diesem Ratgeber zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie Knollen- und Stangensellerie erfolgreich ziehen.

Stangensellerie pflanzen

Stangensellerie, auch Staudensellerie genannt, erobert durch seine gesundheitsfördernden Eigenschaften – denken Sie an den Selleriesaft-Trend – die Gemüsebeete. Aus jahrelanger Erfahrung wissen wir: Gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg.

Standort:

  • Wählen Sie einen sonnigen Platz. Halbschatten funktioniert, aber mehr Sonne bedeutet kräftigere Stangen.

Boden:

  • Als Starkzehrer braucht Stangensellerie nährstoffreichen Boden. Arbeiten Sie vor dem Pflanzen reifen Kompost ein.
  • Lehmige, kalkhaltige Erde ist ideal. Bei sandigem Boden Kalk hinzufügen.

Pflanzen:

  • Starten Sie Mitte März mit dem Vorkeimen auf der Fensterbank oder im Gewächshaus. So sind die Jungpflanzen Mitte Mai freilandtauglich.
  • Weichen Sie Samen über Nacht ein, drücken Sie sie in torffreie Anzuchterde und bedecken Sie sie mit 0,5 cm Sand.
  • Nach zwei Wochen mit Keimblättern pikieren und ausreichend Platz geben.
  • Gewöhnen Sie die Pflanzen schrittweise an die Außenbedingungen, indem Sie sie tagsüber rausstellen.
  • Nach dem letzten Frost setzen Sie sie mit 50 cm Abstand ins Beet.

Pflege:

  • Schützen Sie vor Frost mit Vlies, Laub oder Ästen, um Schießen zu vermeiden.
  • Gießen Sie reichlich, besonders in Trockenphasen.
  • Düngen Sie mit Hornspänen oder Brennnesseljauche. Ergänzen Sie Natrium mit Kartoffel- oder Nudelwasser.
  • Für gebleichte Stangen (milder Geschmack): Ab September in Packpapier wickeln.

Ernte:

  • Ab Oktober erntereif, vor dem ersten Frost die ganze Pflanze ziehen.
  • Lagern Sie in einer Sandkiste unter Tuch – bis zu acht Wochen haltbar bei kühler Lagerung.

Knollensellerie pflanzen

Knollensellerie bringt intensive Würze in Suppen und ist Basis für Selleriesalz. Unser Praxistipp: So wird die Knolle groß und knackig.

Standort:

  • Sonnig bis halbschattig.

Boden:

  • Nährstoffreich mit reifem Kompost; lockern Sie mit Sand auf.

Pflanzen:

  • März: Vorkeimen bei mind. 15 °C auf heller Fensterbank oder Gewächshaus. Leicht bedecken, sparsam gießen.
  • Mehr Wasser nach Keimblättern; nach vier Wochen pikieren.
  • Nach sechs bis acht Wochen abhärten und hoch setzen (für Knollenbildung), 50 cm Abstand.

Pflege:

  • Regelmäßig lockern, Unkraut jäten.
  • Täglich gießen in der Hitze, um Schießen zu verhindern.
  • Organischen Dünger einmal im Sommer, einmal frühherbstlich.

Ernte:

  • Ab Oktober; frostresistent, aber danach kürzere Haltbarkeit.
  • In Sandkiste lagern, Herz und Blätter oben – lange frisch haltbar.