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Heizungsthermostat austauschen: So gehen Sie richtig vor – Experten-Anleitung

Ein defektes Heizungsthermostat muss nicht zwingend einen Handwerker erfordern. Als erfahrene Heizungsfachleute zeigen wir Ihnen, wie Sie den Austausch selbst sicher durchführen und worauf es ankommt.

Das Heizungsthermostat – der Drehknopf an Ihrem Heizkörper – steuert den Zufluss von heißem Wasser und regelt so präzise die Raumtemperatur. Mit grundlegenden handwerklichen Kenntnissen meistern Sie den Wechsel eigenständig.

Heizungsthermostat austauschen: Wann und warum es sinnvoll ist

Wechseln Sie das Thermostat, wenn die Regelung versagt: Der Heizkörper gibt trotz Minimalstellung Wärme ab oder bleibt kalt, auch bei Maximalwert. Die gewünschte Raumtemperatur lässt sich dann nicht halten.

Ein defektes Gerät verursacht zudem hohen Heizenergieverbrauch – teuer für Sie und schädlich fürs Klima. Das Verbrennen fossiler Brennstoffe wie Erdöl oder Erdgas erzeugt klimaschädliches CO₂. Unser Tipp aus der Praxis: Regelmäßige Checks sparen langfristig Kosten und Ressourcen.

Heizungsthermostat austauschen: Unsere bewährte Schritt-für-Schritt-Anleitung

Gehen Sie so vor, um Schäden zu vermeiden:

  1. Stellen Sie das Thermostat auf die höchste Stufe (fünf). So löst es sich leichter.
  2. Lösen Sie mit einer Zange den Schraubring gegen den Uhrzeigersinn – er verbindet Thermostatkopf und Ventil.
  3. Nehmen Sie das Thermostat ab. Bei manchen Modellen löst sich eine Sicherheitssperre durch leichtes Ziehen.
  4. Unter dem Kopf zeigt sich der Stift des Thermostatventils. Drücken Sie ihn sanft nach innen. Geht das nicht, ist das Ventil defekt – rufen Sie einen Fachmann, da Wasser abgelassen werden muss.
  5. Bei intaktem Ventil: Drehen Sie das neue Thermostat auf Stufe fünf.
  6. Setzen Sie es auf, sodass die '5' auf dem Kopf mit der Ventileinstellung übereinstimmt.
  7. Ziehen Sie den Schraubring fest mit der Zange.

Tipps für Nachhaltigkeit und Einsparungen beim Heizungsthermostat

Aus unserer jahrelangen Praxis: Wählen Sie smarte Thermostate, besonders bei häufiger Abwesenheit oder schlechter Dämmung. Reduzieren Sie per App die Temperatur – so sparen Sie Energie.

Im Winter nie komplett ausschalten: Das Aufheizen frisst viel Energie und begünstigt Schimmel. Halten Sie konstant 16 °C (Stufe zwei).

Nutzen Sie die steuerliche Förderung des Bundesfinanzministeriums für energetische Sanierungen: 20 % der Kosten bis 40.000 € pro Objekt über drei Jahre absetzbar – inklusive smarter Systeme und Dämmmaßnahmen.