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Kein Gefrierfach? Praktische Tipps, um ohne Tiefkühlfach auszukommen

Ein Kühlschrank ohne Gefrierfach wirkt auf den ersten Blick unpraktisch. Tatsächlich lässt sich der Alltag jedoch hervorragend ohne integriertes Tiefkühlfach meistern. Als Experten für Haushaltstechnik und Nachhaltigkeit teilen wir bewährte Strategien, die ein Gefrierfach überflüssig machen.

Ein Kombigerät mit integriertem Gefrierfach ist in vielen Haushalten Standard, bietet aber oft begrenzten Stauraum für Tiefgekühltes. Große Modelle verbrauchen nach Angaben des Umweltbundesamts zudem viel Strom und sind wenig nachhaltig. Kühlschränke ohne Gefrierfach überzeugen hingegen durch folgende Vorteile:

  • Mehr Platz für frische Lebensmittel und Getränke im Kühlraum.
  • Ideale Kombination mit einem separaten, energieeffizienten Gefrierschrank – perfekt für Mehrpersonenhaushalte mit hohem Tiefkühlbedarf. Entdecken Sie unsere Bestenliste der energieeffizientesten Gefrierschränke.
  • Niedrigere Anschaffungskosten und geringerer Stromverbrauch.

Lebensmittel frisch halten ohne Gefrierfach

Ohne Gefrierfach bleiben Lebensmittel dennoch frisch. Viele greifen zur Gefriertruhe für Reste, doch diese lassen sich kurzfristig im Kühlschrank lagern. Das Deutsche Tiefkühlinstitut rät, Produkte mit kurzer Haltbarkeit wie tierische Lebensmittel am selben Tag zu verarbeiten. Länger haltbares Gemüse hält 1–3 Tage.

Nutzen Sie natürliche Eigenschaften der Lebensmittel für optimale Lagerung. Spezielle Regalsysteme ohne Stromverbrauch erhalten Frische bei Produkten wie Äpfeln, Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln oder Eiern.

Die koreanische Designerin Jihyun Ryou entwickelte "Save Food From The Fridge" – ein ressourcenschonendes Regal mit feuchtem Sand und Wasserbehältern für Karotten, Frühlingszwiebeln und mehr. Es ist noch nicht kommerziell erhältlich, lässt sich aber mit handwerklichem Können selbst bauen.

Fünf weitere Tipps ohne Gefrierfach

Diese fünf Strategien helfen, Lebensmittel länger frisch zu halten:

  1. In älteren Gebäuden eignet sich der Keller. Spezielle "Groundfridges" aus Polyester im Erdreich sorgen für 10–12 °C, kosten aber bis zu 16.000 Euro.
  2. Im Herbst/Winter: Lagern Sie in verschlossenen Behältern auf Balkon, Terrasse oder Fensterbrett. Mehr dazu: Lebensmittel auf dem Balkon lagern: So lange klappt es.
  3. Veganer Haushalte kommen leichter ohne aus, da pflanzliche Produkte weniger Kühlung brauchen.
  4. Haltbare Konserven benötigen keine Kühlung.
  5. Teilen Sie mit Nachbarn oder Freunden für kurzfristige Tiefkühlung.

Drei Tipps für ein nachhaltiges Gefrierfach

Für Viel-Einfrieder ist ein Gefrierfach unverzichtbar. Passen Sie es an: Verbraucherzentrale empfiehlt 50–80 Liter pro Person. Wählen Sie energieeffiziente Modelle nach Energielabel. Energiespartipps:

  1. Schubladen für optimale Organisation.
  2. Aufstellen im kühlen Keller (Stiftung Warentest). Gefriertemperatur: -18 °C. Regelmäßig Gefrierschrank abtauen – 1 cm Eis erhöht Verbrauch um 10–15 % (Verbraucherzentrale).
  3. Meiden Sie Plastik: Einfrieren in Glas, Stahl, Papier oder Wachspapier. Mehr zu Lebensmittel ohne Plastik einfrieren.