Microgreens sind junge Babypflanzen, die unglaublich nährstoffreich sind und sich während der Corona-Lockdowns hervorragend zu Hause anbauen lassen. Viele verbrachten mehr Zeit daheim und entdeckten das Gärtnern neu. Soziale Medien quollen über von Erfolgen – und Misserfolgen – beim Anbau von Shimla Mirch, Mirchi oder Paalak, dazu Fotos makelloser Gärten. Fühlen Sie sich mit größeren Pflanzen überfordert? Probieren Sie Microgreens: Der Einstieg ist kinderleicht.
Microgreens: Die einfachsten Pflanzen zum AnbauSie wachsen blitzschnell, sind pflegeleicht und packen mehr Vitamine als ausgewachsene Pflanzen. Bithika Gupta, Unternehmerin aus Vasant Kunj, erklärt: „Microgreens gehören zu den einfachsten Kulturen. Sogar Kinder oder absolute Anfänger meistern es. Sie erleben die Freude am Wachsen – und genießen den Ertrag frisch.“ Beim Verzehr essen Sie quasi die ganze Pflanze, nicht nur Blätter wie bei Koriander oder Spinat. Experten bestätigen: Das macht sie deutlich nahrhafter.
Microgreens gedeihen auf Fensterbänken und Esstischen
Der Anbau zu Hause ist unkompliziert, versichern Profis und Hobbygärtner. „Nutzen Sie Fensterbänke oder Esstische – alte Namkeen-Dosen oder Takeaway-Tabletts reichen“, rät Sangeeta Aggarwal aus Rajendra Park, die Workshops leitet. Wichtig: Samen ohne Pestizid-Beschichtung wählen. Tanvi Agarwal von Bombay Greens, Anbieterin von DIY-Kits, ergänzt: „Microgreens brauchen wenig Platz – säen Sie die Samen dicht aufs Medium.“
Als Behälter eignen sich Takeaway-Boxen perfekt. „Ich züchte in Jaali Wali-Körben wie bei Gemüsehändlern – sie wachsen prächtig“, schwärmt Sudha Narain, alternative Therapeutin aus Kalkutta. Sie stellt die Körbe in wasser gefüllte Teller. „Diese Bottom-Watering-Methode leitet Wasser von unten zu, gießt gleichmäßig und verhindert Pilzbefall“, erläutert Avanee Jain von Upaj, DIY-Sets-Verkäuferin. Achtung: Drainagelöcher nicht vergessen, mahnt Sangeeta.

Das ideale Wachstumsmedium feucht halten
Kokosfaser (Cocopeat), Baumwolle oder nasse Papiertücher funktionieren super. „Samen brauchen nur Feuchtigkeit – Cocopeat ist ideal“, sagt Bithika. Tanvi: „Kokosfaser ist schädlingsfrei und pilzsicher.“
Säen Sie die Samen aufs Medium, lagern Sie 3–4 Tage dunkel zum Keimen, rät Sangeeta. Danach auf die sonnige Fensterbank, aber kein direktes Sonnenlicht. Halten Sie es feucht – nach einer Woche sind sie erntreif. „Ich rotiere Schalen und ernte wöchentlich frisch“, teilt Bithika. „Recyceln Sie Imbissbehälter. Kompostieren Sie das Medium, spülen Sie den Behälter – und starten neu.“ Sudha kompostiert Wurzelreste zu Bioenzymen für Haushaltsreinigung.
In 7–15 Tagen sind Microgreens versandfertig: In Salaten, Säften, Suppen, als Garnitur oder sogar auf Desserts. „Der intensive Geschmack verrät die Sorte sofort“, sagt Sangeeta.