Tamara DiMattina hat seit mehr als 20 Jahren nichts Neues gekauft – abgesehen von gelegentlichen Hygieneartikeln.
"Ich habe immer noch schöne Dinge, ich bin kein Minimalist, ich bin ein Mensch", betont Tamara.
"Ich liebe es, ein neues Outfit zu tragen, aber mein 'Neues' ist neu für mich – immer gebraucht gekauft."
Viele von uns nutzen bereits Second-Hand-Produkte, ohne es zu bemerken, sagt sie. "Wir leben in Second-Hand-Häusern. In Hotels oder Top-Restaurants essen wir mit gebrauchtem Besteck und schlafen in Laken, die andere genutzt haben."
Ihre Entscheidung begann vor 20 Jahren bei Sotheby's in London. Der "noble" Job ließ keine neue Garderobe zu, also kaufte sie eine gebrauchte Nähmaschine und nähte selbst.

2010 intensivierte eine Antarktis-Expedition ihr Engagement. "Der Klimawandel hat mir die Augen für unseren verschwenderischen Lebensstil geöffnet – wir verbrauchen unsere Ressourcen wahnsinnig", erzählte sie ABC Radio Perth. "Es gibt einen besseren Weg."
Als Gründerin des "Buy Nothing New Month" fordert sie Australier im Oktober auf, weniger einzukaufen – um den Druck des Neukaufs zu mindern. "Es verbietet nicht, je wieder Neues zu kaufen."
Wie schafft sie das, wenn Australier jährlich 14,8 kg Kleidung kaufen? Tamara findet Second-Hand-Lösungen selbst für Kniffliges wie Unterwäsche: "Mit ungetragenen Etiketten." Badewäsche, Neoprenanzüge, Rashies – alles gebraucht, aber wie neu.
Gute Second-Hand-Quellen sind Gold wert. "In Melbourne fahre ich quer durch die Stadt dafür. Qualität für Küche und Kleiderschrank. Einmal gefunden, seid ihr versorgt." Ausdauer zahlt sich aus.

Manche Läden enttäuschen, aber die Richtigen lohnen.
Kleidung und Haushaltswaren
Tauschen mit Freunden ist ideal. "Meine Mode-Freundin bringt Taschen voll – jedes Stück fühlt sich besonders an."
Facebook Marketplace bietet oft Ungedragenes mit Etikett. "Buy Nothing"-Gruppen helfen, Dinge weiterzugeben statt zu entsorgen. Tamara hat Tausende an Pflanzen gratis ergattert.
Technik wie Laptops, Smartphones? Second-Hand. Möbel aus Cafés-Schlussverkäufen: "Mein Esstisch stammt aus einem Café, die Stühle aus einem anderen."

Motiviert, etwas zu bewirken

Nachhaltigkeit spart Geld und Umwelt. "Ich habe zu viele schöne Dinge – alles gebraucht. Mein Zuhause ist voll, nicht leer."
Sie vermisst Neukäufe nicht; sie erinnern an globale Verschwendung. "Klimawandel und Planetzerstörung durch Konsum sind unser Problem. Weniger kaufen, mehr Wertschätzen – gut für alle."