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Von Mietgarten zu Selbstversorger: Brooklyn Mabbotts essbarer Hinterhof

Als Mieterin hat Brooklyn Mabbott aus Bowden bei Adelaide ihre Gartenträume nicht aufgegeben. Stattdessen hat sie den gemieteten Hinterhof zu einem produktiven essbaren Garten umgewandelt, von dem ihr Haushalt lebt.

Die 29-Jährige lebt nur zehn Minuten von Adelaides belebten Straßen entfernt. Vor fünf Jahren zog sie zu Freunden und verliebte sich sofort in den Garten. Die Idee, die Lebensmittelproduktion zu maximieren, lag auf der Hand.

„Es hat ein paar Jahre gedauert, aber das Ziel war klar: kein Obst oder Gemüse mehr kaufen. Wir essen täglich daraus“, erklärt Brooklyn, die teilweise in einer Gärtnerei arbeitet. Mit Überschüssen von dort und ihrem Garten kauft ihr Haushalt seit über einem Jahr kein Supermarktgemüse mehr.

Von Mietgarten zu Selbstversorger: Brooklyn Mabbotts essbarer Hinterhof

Beim Einzug gab es bereits acht erhöhte Gemüsebeete – eine ideale Basis. „Es brauchte nur etwas Pflege“, sagt sie.

Anfangs wuchsen Obstbäume in Töpfen, die jährlich umgetopft wurden. Brooklyn hoffte, sie irgendwann einzupflanzen. Glücklicherweise erlaubte der Vermieter das. Heute gedeihen sie prächtig.

„Ich habe den Vermietern erklärt, dass ich einen TAFE-Kurs im Gartenbau mache und den Hof für Hausaufgaben nutzen möchte“, berichtet sie. „Das hat sie beruhigt – sie wussten, ich lasse nichts verwildern.”

Was gedeiht in Brooklyns Garten?

Zu den Ernten zählen Tomaten, Basilikum, Karotten, Rote Bete, Kopfsalat, Spinat, Saubohnen und Brokkoli. Der Überschuss wird auf einem Karren vor dem Haus geteilt.

„Jeder in der Nachbarschaft soll zugreifen können“, sagt Brooklyn.

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Sie zieht die meisten Pflanzen aus Samen. Ihr selbstgebauter Folientunnel mit Nebelbewässerung, Zeitschaltuhr, Wärmematte und sonniger Lage auf der Einfahrt sorgt für optimale Keimung.

„Die Betonfläche speichert Wärme den ganzen Tag“, erklärt sie.

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Im Winter bleibt der Garten produktiv: Tomaten aus Januar pflanzen werden gepflegt, beschnitten und gedüngt – sie schmecken immer noch hervorragend. Karotten und Brokkoli wachsen in einem neuen Beet, das Hühner vorbereitet haben.

„Nach vier Jahren mit Hühnern ist der Boden stickstoffreich.“ Die Beete folgen der Hügelkultur: Schichten von Schnittgut, Blättern und Kompost mit Erde bedeckt.

Nachbarschaftliche Gartenfreundschaft

In dieser Ecke Adelaides blühen viele Gärten. Eine Gruppe teilt Ernten, Wissen und Ressourcen – daraus entstand der Mudge Way Community Garden.

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„Es inspiriert unglaublich. Besucher bekommen Lust auf ihren eigenen Garten“, freut sich Brooklyn. Nachbar Paul ergänzt: „Gemeinsam gärtnern macht Spaß, und ich kann hier wachsen lassen, was bei mir fehlt.“

Der Community Garden bietet auch ein Bett für einheimische Pflanzen wie Flussminze, Müsli und Petersilie.

Tipps für Mieter: Gartenfläche finden

Gemeinschaftsgärten boomen landesweit und ermöglichen Mietern den Einstieg.

„Die Community wächst“, sagt Brooklyn. „Eines Tages will ich meinen eigenen Garten, aber aktuell habe ich genau das, was ich brauche.“

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Sie rät: „Probiert es! Wir essen wie Könige – frisch aus dem Hof. Jeder Balkon oder Hof eignet sich.“

Für Unsichere: Topfe Obstbäume, Blaubeeren oder Erdbeeren – mobil und tragbar. Nutzt hochwertige Erde mit Wurmkot, saisonal.

Tropfbewässerung mit Timer spart Wasser: „Einfach Schlauch und Uhr vom Baumarkt am Hahn anschließen.“

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