Nach dem leergelöffelten Joghurtbecher direkt in den Müll? Leider nicht so einfach. Als Experten für nachhaltige Mülltrennung zeigen wir Ihnen, basierend auf Empfehlungen von NABU und dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft, wie Sie Joghurtbecher korrekt entsorgen und typische Fehler vermeiden.
Mülltrennung ist oft knifflig, besonders bei Mehrkomponentenprodukten. Joghurtbecher bestehen hauptsächlich aus Plastik, nicht aber ausschließliche. Um der Umwelt Gutes zu tun, Plastik minimieren und richtig trennen – so wird aus Altem Neues.
Fehler 1: Aludeckel am Becher lassen
Joghurtbecher im gelben Sack oder der gelben Tonne werden recycelt und daraus neue Kunststoffprodukte hergestellt. Sie sind besonders wertvoll:
- Sie enthalten Polypropylen (PP), das sich gut recyceln lässt. Recycling spart Ressourcen gegenüber Neuproduktion.
- Die Deckel aus Aluminium verbrauchen in der Herstellung viel Energie und erzeugen umweltschädlichen Rotschlamm. Recycling schont die Umwelt (Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft).
Trennen Sie Komponenten: Plastikbecher, Aludeckel, ggf. Plastikdeckel oder Papp-Banderole. Der Aludeckel gehört ebenfalls in Gelb, aber unbedingt getrennt. Nur so erkennt die Sortieranlage Materialien und recycelt sie. Zusammen landen sie oft in der Verbrennung. Ein simpler Griff für effektives Aluminium- und Kunststoffrecycling.
Fehler 2: Joghurtbecher auswaschen
Ausspülen ist unnötig und verschwendet Wasser – Wassersparen ist entscheidend. Löffelrein reicht (NABU). Dicke Reste können die Sortierung stören. Löffeln Sie alles heraus, um Lebensmittelverschwendung zu minimieren.
Fehler 3: Joghurtbecher stapeln
Stapeln spart Platz, behindert aber die Sortieranlage. Werfen Sie leere Becher lose in den gelben Sack oder die Tonne.
Tipp: Machen Sie Joghurt selbst – einfacher als gedacht. So kennen Sie Zutaten, sparen Verpackungen und nehmen ihn in wiederverwendbaren Gläsern mit.