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Salbei vermehren: 10 bewährte Tipps für Stecklinge aus der Praxis

Salbei ist ein unverzichtbares Kraut in Küche und Hausapotheke. Mit seinem aromatischen, mediterranen Geschmack verfeinert es Gerichte und lindert als Heilpflanze Erkältungssymptome zuverlässig. Als erfahrene Gärtner teilen wir mit Ihnen praxisnahe Tipps, wie Sie Salbei einfach mit Stecklingen vermehren – ohne Aussaat.

Salbei ist ein beliebtes Küchenkraut. Mit seinem mediterranen Aroma verfeinert er Speisen und Getränke. Auch als Heilpflanze ist er ein altbewährtes Hausmittel gegen Erkältungssymptome.

Um das Kraut anzupflanzen, musst du nicht unbedingt mit der Aussaat beginnen. Wir geben dir zehn Tipps, wie du Salbei mit Stecklingen vermehren kannst.

    Das brauchst du, um Salbei zu vermehren

    Aus unserer langjährigen Gartenerfahrung empfehlen wir folgende Utensilien für optimalen Erfolg:

    • eine Küchenschere
    • ein scharfes Messer
    • Anzuchterde (zum Beispiel im Avocadostore)
    • Wasser
    • einen Blumentopf
    • ein großes Glas oder eine luftdurchlässige Folienhaube (zum Beispiel Plastiktüte)

    Salbei vermehren mit Stecklingen: So gelingt es Schritt für Schritt

    Salbei zu vermehren ist nicht kompliziert. Mit diesen bewährten Schritten aus der Praxis klappt es zuverlässig:

    1. Die beste Zeit, um Salbei mit Stecklingen zu vermehren, ist zwischen April und Juni.
    2. Schneide die krautigen Triebspitzen ab, die oberhalb der verholzten Unterseite wachsen. Kürze sie auf etwa zehn Zentimeter.
    3. Beachte beim Schneiden, dass du immer nur die grünen Triebe abschneidest. Salbei gehört zu den Halbsträuchern. Das heißt, dass die jungen Triebe im Folgejahr verholzen und hieraus wieder frische Triebe entstehen können. Deshalb solltest du den verholzten unteren Teil nicht beschneiden. In einem weiteren Artikel findest du noch mehr Hinweise zum Schneiden von Salbei.
    4. Streife die unteren Blätter der Triebe vorsichtig mit den Händen ab. Lasse nur die beiden oberen Blattpaare am Stiel.
    5. Schneide die Stecklinge am unteren Ende schräg mit einem Messer an. 
    6. Kürze die Blätter auf die Hälfte. Das erhöht die Chancen bei der Anzucht, da die Verdunstungsfläche verringert wird.
    7. Stecke die fertigen Stecklinge nun bis zum Blattansatz in einen Topf mit Anzuchterde. Gieße die Pflanzen ausgiebig, um einen guten Bodenkontakt herzustellen. 
    8. Bedecke die Stecklinge mit einer Glasglocke oder, wenn du keine hast, mit einer luftdurchlässigen Folienhaube. 
    9. Stelle den Blumentopf an einen warmen, hellen Ort und lüfte die Stecklinge regelmäßig. Ansonsten könnten sie schimmeln.
    10. Wenn du frische Triebe erkennen kannst, haben die jungen Pflanzen Wurzeln geschlagen und du kannst sie in größere Töpfe oder den Garten umpflanzen.

    In einem weiteren Artikel findest du Tipps, wie du Salbei anpflanzen und pflegen kannst.

    Salbei vielseitig nutzen: Von der Küche bis zur Heilkraft

    Salbei überzeugt durch seine universelle Anwendbarkeit in der Praxis:

    • Salbei ist ein altbewährtes Mittel gegen Erkältungssymptome. Besonders bei Halsschmerzen und Husten wirken Salbeibonbons lindernd. In einem weiteren utopia-Artikel erklären wir dir, wie du Salbeibonbons selber machen kannst.
    • Genau wie Honig wirkt Salbei entzündungshemmend und antibakteriell. Unser Rezept für Salbeihonig ist besonders schmerzlindernd und bietet eine gute Alternative zu herkömmlichen Hustensäften.
    • Auch in der Heimküche ist Salbei vielseitig einsetzbar. Beim Kochen verleiht er Speisen ein mediterranes Aroma. Versuche es selbst mit diesem Rezept für Salbeibutter.
    • Salbei wird eine reinigende Wirkung nachgesagt. Nutze sie für deine Wohnung: Getrockneten Salbei kannst du an einer Kordel aufhängen und als natürliche Deko nutzen, oder die Bündel zum Räuchern verwenden.