Die Sterndolde (Astrantia) ist eine pflegeleichte und robuste Staude, die in Gärten und Beeten immer beliebter wird. Aus unserer langjährigen Praxis wissen wir: Mit den richtigen Tipps blüht sie prächtig und lockt Insekten an. Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie sie erfolgreich pflanzen und pflegen.
Die markanten Blütenstände der Sterndolde erinnern mit ihren zahlreichen, spitz zulaufenden Blütenblättchen tatsächlich an Sterne. Die großen, fiedrig geteilten Blätter und die hohen, schlanken Stängel mit wenigen Stängelblättern machen sie zu einem Hingucker.
Sterndolden gedeihen natürlich auf Alpenwiesen bis 2000 Meter Höhe und in lichten Wäldern Europas und Asiens. Die Große Sterndolde (bis 90 cm hoch) ist die bekannteste Sorte im Handel. Weitere Arten wie die Kleine Sterndolde, Riesen-Sterndolde oder Bayerische Sterndolde unterscheiden sich vor allem in der Blütengröße. Züchtungen bieten eine Farbpalette von Weiß über Rosa bis Tiefrot und Purpur. Je nach Art blühen sie von Juni bis September und ziehen Bienen sowie Schmetterlinge an.
Ideal für Beet, Topf oder als Schnittblume – frisch oder getrocknet in Sträußen.
Sterndolde pflanzen
- Zeitpunkt: Aussaat im Herbst oder Jungpflanzen im Frühjahr nach dem letzten Frost.
- Standort: Halbschatten oder lichte Lage. Bei feuchtem Boden auch sonnig. Luftfeuchtigkeit durch Nähe zu Gehölzen oder Teichen fördert das Wachstum. Pflanzabstand: 30–40 cm.
- Boden: Locker, durchlässig und nährstoffreich – verbessern Sie ihn mit Humus, Kompost, Sand oder Kies.
- Pflanzen: Samen im Herbst direkt aussäen; sie sprießen nach dem Winter. Bei Jungpflanzen Topfballen wässern, Loch etwas größer und tiefer graben, einsetzen, Erde andrücken. Optional Rindenmulch als Schutz vor Austrocknung auftragen.
Sterndolde pflegen
Sterndolden sind extrem unkompliziert. Unsere bewährten Pflegetipps sorgen für vitales Wachstum:
- Gießen: Boden leicht feucht halten. Bei Sonne öfter und reichlich gießen, wetterabhängig anpassen. Keine Staunässe – sonst faulen die Wurzeln.
- Düngen: Ein- bis zweimal jährlich mit organischem Dünger wie Kompost.
- Zurückschneiden: Braune Blütenstängel entfernen, um zweite Blüte anzuregen. Im Spätwinter/Frühjahr ebenerdig abschneiden für kräftiges Nachwachsen.
- Überwintern: Alpine Herkunft macht sie frosthart – Schutz meist unnötig. Bei Spätfrösten und frühem Austrieb kurz Jute oder Vlies (biologisch abbaubar) nutzen.
- Vermehren: Viele Arten säen sich selbst. Blütenstände abschneiden, um das zu verhindern. Oder Samen in Töpfe streuen, überwintern lassen (geschützt). Teilen im Frühjahr oder Herbst.
- Krankheiten und Schädlinge: Sehr robust, selten befallen. Frühlings-Schnecken abwehren mit Schneckenfalle, Moos oder Kaffeesatz. Mehr Tipps im Artikel Schnecken im Garten bekämpfen: Tipps und natürliche Mittel.