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Holzasche als Dünger: Vorteile, Risiken und sichere Anwendungstipps für Ihren Garten

Holzasche als Dünger im Garten einzusetzen, ist eine bewährte Praxis unter erfahrenen Gärtnern. Doch sie birgt Risiken. Als Gartenexperten zeigen wir Ihnen, worauf Sie achten müssen, um Schaden zu vermeiden.

Haben Sie einen Kamin oder eine Feuerschale? Dann fällt regelmäßig Holzasche an. Viele nutzen sie als Dünger – verständlich, da sie nährstoffreich ist. Dennoch kann sie Pflanzen und Boden schädigen, abhängig vom verbrannten Material.

Holzasche als Dünger: Vor- und Nachteile im Überblick

Holzasche ist nährstoffreich: Sie enthält Calcium, Magnesium und Phosphor. Durch Verbrennung werden diese Mineralstoffe hochverfügbar für Pflanzen.

Der Haken: Ihr pH-Wert von 11 bis 13 macht sie stark basisch. Das kann den Bodens pH-Wert zu stark erhöhen und zu Überkalkung führen. Der enthaltenen Branntkalk eignet sich zwar zur Bodenverbesserung, verursacht aber bei Überdosierung Blattverbrennungen und Fruchtbarkeitsverlust.

Zudem birgt Altholz Risiken durch Schwermetalle wie Cadmium, Blei und Chrom. Diese schaden Mensch, Pflanze und Boden. Nur Laboranalysen klären den Gehalt. Unbehandeltes Holz minimiert das Risiko, schließt es aber nicht aus.

Holzasche als Dünger: Unsere bewährten Tipps

Trotz Risiken: So setzen Sie Holzasche sicher ein:

  • Maximal 100 Milliliter pro Quadratmeter und Jahr.
  • Nur auf lehmigen oder tonigen Böden, um Überkalkung zu vermeiden.
  • Ausschließlich von unbehandeltem Holz.
  • Prüfen Sie die Holzherkunft – meiden Sie Nähe zu Straßen oder Industrie.
  • Begrenzen Sie auf Zierpflanzen; bei Nutzpflanzen drohen Schadstoffe in der Ernte.
  • Bessere Alternativen: Kompost, Brennnesseljauche oder Eierschalen. Solche Pflanzendünger kannst du ganz natürlich selber machen.

Holzasche richtig entsorgen: Praktische Hinweise

Nicht zu viel Asche auf den Kompost: Schwermetalle und hoher pH-Wert stören. Nur sparsam streuen. Mehr dazu: 11 Dinge, die nichts auf dem Komposthaufen verloren haben.

Grillkohle-Asche vermeiden: Fettreste und unklare Herkunft machen sie problematisch. Tipps zum nachhaltigen Kauf: Nachhaltige Grillkohle: Deswegen solltest du bei Holzkohle genau hinschauen.