Mit der Zucht von Regenwürmern verbessern Sie Ihren Gartenboden auf nachhaltige Weise. Als erfahrene Gärtner wissen wir: Diese Nützlinge lockern die Erde auf und erzeugen wertvollen Dünger. Hier zeigen wir Ihnen, warum sie unverzichtbar sind und wie Sie sie erfolgreich vermehren.
Regenwürmer mögen unscheinbar wirken, doch für Hobbygärtner sind sie Gold wert. Sie steigern die Bodenqualität, produzieren nährstoffreichen Humus und tragen zum Bodenschutz bei. In diesem praxisnahen Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte über ihr Verhalten und die Zucht.
Regenwürmer züchten: Die Vorteile für Ihren Garten
Es gibt überzeugende Gründe, Regenwürmer zu züchten. Sie lockern verdichteten Boden auf, sodass Sie seltener umgraben müssen.
Regenwürmer sind lichtscheu, nachtaktiv und leben drei bis acht Jahre. Sie ziehen Blätter und Pflanzenreste in ihre Gänge, wo sie verrotten und als Nahrung dienen.
Der zersetzte Pflanzenstoff und WurmKot bringen folgende Vorteile:
- Mehr Nährstoffe im Boden: Regenwürmer zersetzen organische Reste zu Humus. Ihre Gänge verteilen ihn tief in die Erde und beheben Nährstoffmangel.
- Nützliche Mikroorganismen: Beim Abbau entstehen effektive Mikroorganismen – Bakterien, die Nährstoffe für Pflanzen aufschließen.
- Lockerer, durchlüfteter Boden: Ihre Gänge verhindern Verdichtung, Staunässe, Wurzelfäule und Ausfälle. Regenwasser sickert besser ab.
Regenwürmer züchten: Wo Sie die Würmer herbekommen
Starten Sie mit widerstandsfähigen Arten wie "Dendrobena veneta". Ein Wurm verarbeitet täglich sein Gewicht an Biomüll. Kaufen Sie sie in Zoofachgeschäften oder Angelbedarfsläden.
Regenwürmer in der Wurmkiste züchten
Bieten Sie dunkle, feuchte Erde bei mindestens 25 °C. Eine Wurmkiste aus unbehandeltem Holz aus dem Gartenfachhandel ist ideal – oder bauen Sie eine selbst, wie in unserem anderen Artikel beschrieben.
Nebeneffekt: Verwandeln Sie Biomüll in Kompost.
Füllen Sie die Kiste so:
- Zerkleinern Sie Altpapier, weichen Sie es ein und legen Sie es in eine Hälfte.
- Setzen Sie die Würmer darauf und lassen Sie sie einziehen.
- Füttern Sie täglich sparsam mit Gemüseresten oder Kaffeesatz.
- Lassen Sie die andere Hälfte frei für fertigen Kompost.
- Mischen Sie regelmäßig Papierschnipsel oder Eierpappe ein – für Trockenheit und Kohlenstoff.
- Frühling/Herbst: Hohe Vermehrungsaktivität durch Eierlege.
- Nach 2–3 Monaten: Ernte und Aussetzen im Garten oder Kompost.
- Behalten Sie einige zur Weiterzucht – pflegen Sie sie dann fortlaufend.
Regenwürmer dauerhaft im Garten ansiedeln
Zucht ist der Einstieg – schaffen Sie optimale Bedingungen:
- Kompost einarbeiten: Feuchter, nährstoffreicher Boden lockt sie an – gut für Pflanzen und Würmer.
- Zwiebelschalen als Lockmittel: Beliebt bei Würmern; Komposthaufen wird zum Hotspot.
- Erde feucht halten: Regelmäßiges Gießen sorgt für Wohlgefühl.
- Mulchen als Frostschutz: Herbstlaub oder Rindenmulch schützt vor Kälte; Würmer graben weniger tief.