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Stecklinge ziehen: 5 robuste Pflanzen für einfache Vermehrung zu Hause

Warum neue Pflanzen im Gartencenter kaufen, wenn Sie sie selbst aus Stecklingen vermehren können? Mit etwas Praxis lassen sich Ableger zu vitalen Jungpflanzen heranziehen. Als erfahrener Gärtner teile ich hier bewährte Tipps für den Erfolg.

Stecklinge sind Teile der Mutterpflanze, die abgetrennt und bewurzelt werden, um neue Exemplare zu erzeugen. Sie bilden eigene Wurzeln und wachsen unabhängig weiter – auch als Ableger oder Setzlinge bekannt.

Selbst Stecklinge zu ziehen ist nachhaltiger als Neukauf. Mehr dazu: Urban Jungle, aber nachhaltig: So geht’s. Schauen Sie auch in der Nachbarschaft nach verschenkten oder günstigen Ablegern.

Die wichtigsten Arten von Stecklingen

Stecklinge werden nach dem verwendeten Pflanzenteil unterschieden. Hier die gängigsten Typen:

  • Blattsteckling: Ein Blatt mit Stiel als Ableger.
  • Kopfsteckling: Die Triebspitze der Pflanze.
  • Wurzelsteckling: Wurzelstück (nur für wenige Arten geeignet).
  • Stammsteckling: Stammabschnitt mit Knospe.
  • Teilsteckling: Seitentriebe.

Kopf- und Blattstecklinge eignen sich besonders für schnelle, unkomplizierte Vermehrung.

Ideale Pflanzen für Stecklinge: Unsere Top 5

Viele Zimmerpflanzen sowie Kübel- und Gartenpflanzen vermehren sich mühelos per Steckling. Empfehlenswert sind:

  1. Ficus-Arten
  2. Oleander
  3. Hortensien
  4. Rhododendren
  5. Beerengewächse

Auch Blumen wie Geranien lassen sich leicht vermehren.

Schwieriger sind Laub- und Nadelhölzer wie der Buchsbaum – Wurzelbildung kann ein Jahr dauern. Anfängern rate ich zu leichten Kandidaten.

Tipp: Pflanzen, die nach dem Schnitt rasch ausschlagen, eignen sich ideal. Bienenfreundliche Arten draußen: Wildblumen, Lavendel, Kräuter wie Basilikum, Thymian oder Pfefferminze.

Stecklinge richtig ziehen: Der Profi-Guide

  • Wählen Sie den optimalen Zeitpunkt: Für die meisten Pflanzen Sommerende (Juli/August). Zimmerpflanzen: Januar bis März.

Wichtig: Variiert je Art – nie zu früh schneiden, damit Triebe nicht faulen. Nehmen Sie gesunde, ein- bis zweijährige Triebe.

  • Benötigen Sie kleine Töpfe mit ungedüngter Anzuchterde.
  • Abdecken Sie die Stecklinge zunächst mit Haube oder umgedrehtem Glas gegen Feuchtigkeitsverlust. Anzuchtkästen sind ideal. Regelmäßig lüften gegen Schimmel.
  • Pflanzen locker platzieren, hell-warmen Standort am Fenster wählen.

Oleander oder Ficus-Arten wurzeln kinderleicht in einem Glas Wasser: Auf die Fensterbank stellen, Wasser wechseln, bis Wurzeln da sind – dann umpflanzen.